Montag, 20.01.2014 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © tinadefortunata - Fotolia.com

Vorsicht, Einbrecher: Kennen Sie schon diesen fiesen "Schlüssel-Trick"

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Worum geht´s
  • Hauseinbruch ohne Spuren mit dem "schwarzen Schlüssel"

Gerade wenn es abends früh dunkel und morgen erst spät hell wird, haben sie Hochsaison: Die Rede ist von Einbrechern. Die Angaben der polizeilichen Kriminalstatistik sind alarmierend wie eindeutig zugleich: In Deutschland nimmt die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche stetig zu.

 

Die Tricks der Einbrecher werden zudem immer raffinierter. So können Sie beispielsweise mit einem "schwarzen Schlüssel"  in Ihr Haus gelangen ohne dabei sichtbare Aufbruchspuren zu hinterlassen. So bleibt Ihre Haustür zwar unbeschädigt, aber leider geht auch Ihr Versicherungsschutz flöten. 

"Schwarze Schlüssel" hinterlassen keine Einbruchspuren

Einbrecher haben derzeit Hochsaison und als sei ein Einbruch und der damit verbundene Eingriff in die Privatsphäre nicht schon schlimm genug, greift manchmal die Versicherung nicht.

Der Grund: Mit einem sogenannten "schwarzen Schlüssel“ hinterlassen die Einbrecher keine Aufbruchspuren. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Verbandes Wohneigetum Nordrhein-Westfalen e.V. hervor. 

Wie viele "schwarze Schlüssel" gibt es für Ihr Haus?

„Schwarze Schlüssel“ sind solche, von deren Existenz ein Immobilieneigentümer meist noch nie etwas gehört hat. Dabei kann es sich beispielsweise um den verlorenen Schlüssel vom Vorbesitzer der Immobilie handeln. 

Oft wissen Käufer einer gebrauchten Immobilie gar nicht, wie viele Schlüssel tatsächlich für die Hauseingangstür existieren und ob sie bei der Übergabe auch wirklich alle Schlüssel erhalten haben“, warnt Thomas Hornemann, Geschäftsführer des Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen e.V..

Sicherungskarte: So behalten Sie alle Schlüssel in der Hand

Selbst Schlüssel, die Sie selbst verloren haben und weswegen Sie nicht gleich das Schloss haben auswechseln lassen, zählen zu den sogenannten „schwarzen Schlüsseln“.

Schon deswegen empfiehlt es sich, bei einem Schlüsselverlust grundsätzlich den Schließzylinder auszuwechseln. Wählen Sie dabei immer ein Produkt mit Sicherungskarte, denn eine Sicherungskarte funktioniert ähnlich wie eine Scheckkarte.

Nur der autorisierte Kartenbesitzer kann im Sicherheitsfachgeschäft einen Nachschlüssel anfertigen lassen. Auf dieser Karte wird außerdem festgehalten, wie viele Schlüssel insgesamt angefertigt wurden. Somit gehen Sie auf Nummer sicher, dass nirgendwo ein unbekannter schwarzer Schlüssel existiert. 

Kommentare (2)

26.2.2014, 9:36 Uhr von Hermann52 Profil ansehen
Natürlich habe ich in meinem MFH eine Schließanlage mit Sicherungskarte. Aber neulich bei der Wohnungsabnahme gab mir der ausziehende Mieter zusätzlich zu seinen 2 Schlüsseln, die er von mir hatte, noch einen weiteren nachgemachten Schlüssel ab, den er beim Schuster um die Ecke, der auch einen kleinen Schlüsseldienst betreibt, nachmachen lassen hatte. Auf meinen Einwand, dass das per MV nicht erlaubt gewesen sei, antwortete er mir, der Schlüsseldienst hätte ihm die Auskunft gegeben, dass das für über 20 Jahre alte Schließanlagen nicht mehr gelte.
23.1.2014, 13:12 Uhr von Matulla Profil ansehen
guter tipp
Ob Christi Himmelfahrt, Pfingsten oder Fronleichnam: Der Mai bringt viele Feiertage mit sich, die einige Deutsche für einen erholsamen Kurzurlaub nutzen. Doch Vorsicht – Einbrecher machen keinen Urlaub. Tipps für eine sichere Immobilie über die Feiertage.
Topstory: Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Deshalb ist ein guter Einbruchschutz von Vorteil. Für die Sicherheit in einer Mietwohnung ist dabei überwiegend der Mieter verantwortlich - aber auch der Vermieter haftet.
Bald beginnt die Ferienzeit und damit auch die Hochsaison für Einbrecher. Damit „my home“ auch „my castle“ bleibt und wird, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den Einbruchschutz zu verbessern, meint Jörg Stroisch, Chefredakteur von meineimmobilie.de, in seiner Kolumne.
Mit dem Frühjahr beginnt die Zeit der Neubauten und Modernisierungen. Leider vernachlässigen die Hauseigentümer im Bau-Elan den Sicherheitsaspekt häufig. Weniger als ein Prozent der rund 183.000 im Jahr 2011 fertiggestellten Wohneinheiten verfügt über das notwendige Minimum an Einbruchschutz.

 meineimmobilie.de-Tipp

Ob in der Bauplanung oder für die Nachrüstung - effektiver Einbruchschutz bedarf Fachwissens und Erfahrung. Der Einbau von Sicherheitstechnik sollte immer vom Fachmann erfolgen, denn eine fehlerhafte Installation macht die hochwertigsten Vorrichtungen wirkungslos.