Donnerstag, 15.01.2009 | Autor: heihec

Vorsicht bei Frostschäden

News: Bei Nachttemperaturen um minus 15 Grad und Tageshöchstwerten von minus fünf Grad kann eine Wasserleitung einfrieren. Eingefroren Wasserleitungen sollten nicht selbst von Hand aufgetaut werden.

Angesichts der aktuellen Dauerfrostperiode in Deutschland warnt der Verein deutscher Ingenieure e.V. (VDI) davor, eingefrorene Wasserleitungen selber von Hand aufzutauen. "Sollte die Leitung bereits eingefroren sein, muss der Sanitärinstallateur gerufen werden", rät Thomas Terhorst, Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Technische Gebäudeausrüstung. Durch unprofessionelles Auftauen drohen Risse und Beschädigungen an der Leitung. Frostschäden an Wasserleitungen können schnell zu einem Schaden von mehreren 10.000 Euro führen.

Fachleute helfen bei der Vorbeugung von Frostschäden

"Das Einfrieren ist ein langsamer Prozess, der zur Bildung eines Einpfropfens führt. Erst wenn dadurch keine Fließbewegung mehr möglich ist, friert die Leitung auf der gesamten Länge ein", so der VDI-Experte. Ist die Leitung bereits eingefroren, sei zwischen Trinkwasserleitungen und Leitungen mit anderen Flüssigkeiten zu unterscheiden. "Um die Hygiene des Trinkwassers allzeit sicherzustellen, sind jedoch Zusätze wie Frostschutzmittel im Trinkwasserbereich nicht gestattet. Hier hilft nur ein gleichmäßiges Erwärmen über die gesamte Leitungslänge von außen. Dies ist dem Laien in der Regel jedoch nicht möglich", sagt Terhorst. Daher sei hier ein Fachmann hinzuzuziehen.

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