Dienstag, 07.07.2009 | Autor: Jörg Stroisch

Umzug, aber richtig?

Der anstehende Umzug parallelisiert Kolumnisten Jörg Stroisch. Neue Lampen fürs Büro, Schreibtisch und wie ist das mit dem Transport? Mit solchen Fragen kann die Zeit vergehen wie im Flug.

Das neue Büro ist gefunden: Und für Kölner Verhältnisse - hier ist der Mietmarkt einfach katastrophal für Suchende - hat es sogar in rekordverdächtiger Zeit geklappt. Eine einzige Besichtigung. Fürs letzte Büro waren es etwa 30. Daraus habe ich gelernt: Wenn es nunmal das erste Büro ist, was behagt, dann sollte man sich in Köln nicht ohne Not auf die Suche nach weiteren Immobilien machen.

Und ehrlich gesagt - ich hoffe, ich trete hier niemandem zu nahe - habe ich auch keine Lust auf den typischen "kölschen" Vermieter, der  zwar wie ein Gutsherr über sein Eigentum regiert, aber noch nicht mal weiß, wo die Stromzähler hängen.  Mein neuer Vermieter ist sehr nett und professionell, die Einheit ist wirklich tipptop in Schuss. ABSOLUT keine Selbstverständlichkeit, leider, in Köln.

Aber Umzug ist immer Stress in mehrere Richtungen: Etwa 15 Personen habe ich durch mein jetziges Büro geschleust, welches eigentlich ein Apartment ist. Jetzt ist auch hier der Nachmieter gefunden. Erkenntnis über den derzeitigen Mietmarkt von Köln: Der ist anscheinend doch relativ entspannt, es gibt viele gute Angebote auf dem Markt. Die Wirtschaftskrise lässt also grüßen.

Und den lieben langen Tag kann man sich mit diversen Details des Umzugs beschäftigen. Neue Möbel - bei mir vor allem Schreibtische und Stühle - müssen her, der Umzugswagen gebucht, die Umzugshelfer mobilisiert werden. Der Vertrag muss gelesen, die Übergabe organisiert, das Büro eingerichtet werden. Ich habe jetzt mal für die heiße Phase drei Tage anvisiert.

Ein Nebeneffekt: Auch der Telefonanbieter muss unterrichtet oder gar gewechselt werden. Ich habe mich dieses Mal - nach vormals einigen leidvollen Erfahrungen - für die einfache Variante entschieden. Alles neu, auch die Telefonnummern. Mal schauen, ob es klappt. Beim letzten Mal hatte ich drei Wochen lang kein Telefon mehr und bin mit meiner Azubine in nahegelegene Internetcafés gepilgert, um überhaupt arbeiten zu können. Wenn das noch einmal passiert, habe ich endgültig schlotterweißes Haar... Aber ich habe vorgesorgt: Habe mir extra einen USB-Surfstick besorgt, damit ich zumindest ins Internet komme. Von wegen liberalisierter Markt: Im Strommarkt klappt das alles besser. Da bleibe ich einfach bei meinem Ökostromanbieter, teile es ihm kurz mit und fertig.

Diese Nebenbeschäftigung mit diversen potenziellen Unwägsamkeiten ist schon sehr anstrengend. Und irgendwie habe ich dagegen auch noch nicht das Patentrezept gefunden. Für einen "Relocation-Service" bin ich ehrlich gesagt zu geizig...

Vielleicht haben Sie ja ein paar Tipps für mich und andere Leser? Noch ist Zeit: Erst in eineinhalb Wochen beginnt die heiße Phase.

Jörg Stroisch
Chefredakteur meineimmobilie.de

Kommentare (1)

7.7.2009, 15:36 Uhr von Frau Schlau Profil ansehen
Geteiltes Leid ist bekanntlich nur halbes Leid: Ich bereite auch gerade meinen privaten Umzug vor. Ein läppischer Schreibtisch, ein kleines Laptop und ein paar Ordner... was ist das gegen einen 2 m hohen, prall gefüllten Schuhschrank und einen voll gestopften 6-flügeligen Kleiderschrank einer Frau? DAS sind WAHRE, emotional nicht zu unterschätzende Umzugsprobleme - nur eben die einer Frau!