Montag, 03.06.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Test: Was Alarmanlagen zum Selbsteinbau wirklich taugen

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
Worum geht´s
  • Alarmanlagen zum Selbsteinbau nicht zuverlässig

Außensirene, Öffnungs- und Bewegungsmelder und eine telefonische Benachrichtigung bei Einbruch klingen nach einem zuverlässigen Rundumschutz für das Eigenheim. Doch Alarmanlagen zum Selbsteinbau sind alles andere als zuverlässig.

140.000 Wohnungseinbrüche wurden im vergangenen Jahr in Deutschland registriert. Kein Wunder, dass Immobilieneigentümer sich einen zuverlässigen Schutz vor Einbruch wünschen. Alarmanlagen zum Selbsteinbau sind günstig und daher beliebt für die Nachrüstung. Doch ein aktueller Test der Zeitschrift Stiftung Warentest zeigt, dass diese alles andere als zuverlässig sind.

Testergebnis: Alarmanlagen zum Selbsteinbau

Sicherheitslücken und eine komplizierte Handhabung sind bei einem Großteil der getesteten Alarmanlagen zum Selbsteinbau ein klares Manko. Beim Test ließen sich Bewegungsmelder umgehen oder schlugen bei Haustierattrappen Fehlalarm. Bei einigen Anlagen ließen sich sogar die Zentrale und die Bewegungsmelder von der Wand abnehmen und durch Entnahme der Batterien unschädlich machen. Professioneller Schutz sieht anders aus.

Die Bedienung und Justierung erwiesen sich bei allen Alarmanlagen als mühsam. Dem Produkt von Abus liegt beispielsweise eine 150-seitige Gebrauchsanweisung bei, ohne die der Laie bei der Installation vermutlich aufgeschmissen ist. Ein weiteres Modell erweist sich durch das Fehlen eines Displays als äußerst kompliziert in der Inbetriebnahme.

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 meineimmobilie.de-Tipp

Bauen Sie als Vermieter eine Alarmanlage ein, dürfen Sie z. B. die Stromkosten nur auf den Mieter im Rahmen der ­Betriebskosten-Abrechnung umlegen, wenn Sie dies ausdrücklich als „Sonstige Betriebskosten“ vereinbart haben. Bei Wohnraum muss zudem ein besonderes Sicherungsbedürfnis bestehen (z. B. sehr große Wohnanlage) und die Kosten müssen noch wirtschaftlich vertretbar - also nicht unsinnig teuer - sein.