Donnerstag, 31.12.2009 | Autor: mb

Silvesterspaß mit Folgen

News: Für manche Hausbesitzer könnte das Neue Jahr mit einem Schreck beginnen, wenn Silvesterknaller Schäden am Eigentum verursachen. Doch glücklicherweise kommen in den meisten Fällen die Versicherungen für die Folgen auf.

Das Neue Jahr wollen viele Leute mit einem Feuerwerk begrüßen. Doch die bunten Knaller können auch unerwünschte Folgen haben: Alljährlich werden in der Silvesternacht Brände und Unfälle durch Feuerwerkskörper verursacht. Sach- und Personenschäden entstehen oft aufgrund von Materialfehlern oder unsachgemäßer Handhabe. Je nach Schadensart haftet eine andere Versicherung. Darauf weist der Immobilienverband IVD West in einer Pressemitteilung hin.

Vorsichtsmaßnahmen treffen

Der Verband rät Immobilienbesitzern, vor der Silvesternacht leicht brennbare Gegenstände und Materialien, wie zum Beispiel Papier, aus dem Garten sowie von Balkon und Terrasse zu entfernen. Fehlgeleitete Silvesterraketen oder andere Feuerwerkskörper können diese so nicht in Brand setzen. Geschlossene Fenster und Türen sorgen dafür, dass keine Böller oder Blindgänger versehentlich in die eigenen vier Wände geraten.

Ein Fall für die Versicherung

"Die private Haftpflichtversicherung tritt ein, wenn Gäste in der Wohnung Knaller entzünden und Schäden entstehen", erläutert Ralph Pass, Vorsitzender des IVD West. "Dies gilt ebenfalls für den Hausflur in einem Mietshaus oder wenn Knaller in Mülltonnen oder Briefkästen gezündet werden. Die Haftpflichtversicherung des Verursachers, der den Schaden herbeigeführt hat, haftet." Wer für solche Fälle keine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, müsse den entstandenen Schaden aus eigener Tasche begleichen, so der IVD. Die Hausratversicherung ist zuständig, wenn es in der Silvesternacht zu einem größeren Wohnungsbrand kommt, bei dem Feuer und Löschwasser größere Zerstörungen anrichten. Bei Schäden an der Hauswand, dem Dach oder der Garage, tritt die Gebäudeversicherung ein.

Schäden am Auto

Wer sein Auto in der Silvesternacht draußen stehen lässt, riskiert vor allem in belebten Wohngegenden oder in der Nähe von Gaststätten Lackschäden oder größere Schäden am Fahrzeug durch Feuerwerkskörper. Die Täter sind am nächsten Morgen in den seltensten Fällen zu ermitteln. Die Kosten für die Beseitigung von Brandschäden am Fahrzeug übernimmt die Teilkaskoversicherung. Bei Personenschäden im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern tritt die Krankenversicherung für die Behandlung ein. Dauerhafte gesundheitliche Schäden deckt die Unfallversicherung ab.

Kommentare (1)

13.1.2010, 10:27 Uhr von Matulla Profil ansehen
Dem unnötigen und gefährlichen Spuk der alljährlichen Silvesterknallerei kann der Gesetzgeber durch ein generelles Verbot abschaffen. Damit wäre der Umwelt und den Tieren geholfen. In vielen Ländern ist das private Feuerwerk an Silverster verboten, so auch in manchen deutschen Städten mit mittelalterlichem Gebäudebestand.