Montag, 17.06.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Schutz vor Gewitter für die Immobilie

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
Worum geht´s
  • Immobilie gegen Blitz- und Überspannungsschäden schützen
Stichworte zu diesem Thema

In Deutschland gibt es etwa zwei Millionen Blitzeinschläge pro Jahr und Schäden in Millionenhöhe. Mit einem Blitz- und Überspannungsschutz können Immobilienbesitzer Schäden vermeiden. 

Nur ein komplettes Blitzschutzsystem kann Haus, Elektroinstallation und technische Geräte vor Brand und Schäden schützen und im Ernstfall Leben retten, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung der Initiative Elektro+.  Mit einem Blitz- und Überspannungsschutz können Immobilieneigentümer auf Nummer sicher gehen.

Schutz bei Blitzeinschlag in der Immobilie

Fangeinrichtung, Ableitung und Erdung bilden den äußeren Blitzschutz – allgemein als Blitzableiter bekannt. Die Fangeinrichtung auf dem Hausdach dient im Ernstfall als Einschlagstelle, über die die entladene Energie an die Ableitungsanlage weitergegeben wird. Über diese Leitungen und die Erdungsanlage, beispielsweise ein Fundamenterder, gelangt der Blitzstrom kontrolliert in den Erdboden und wird dort verteilt. Der äußere Blitzschutz verhindert Brände und Stromschläge im Hausinneren.

Schutz gegen Überspannung

Um elektrische Geräte zu schützen, ist neben dem äußeren auch ein innerer Blitzschutz nötig. Dieser besteht ebenfalls aus drei Komponenten: dem Blitzstrom-Ableiter, einem Überspannungsableiter sowie dem Endgeräteschutz. Der Blitzstrom-Ableiter leitet bei Gewittern hohe Blitzteilströme zur Erde ab. Der Überspannungsableiter reduziert im Stromkreisverteiler die verbleibende Überspannung im Leitungsnetz. Schließlich kommt der Endgeräteschutz zum Einsatz, zum Beispiel in Form von Steckdosen mit integriertem Überspannungsschutz oder als Überspannungsschutzstecker, welche die dort angeschlossenen Endgeräte schützen. „Nur durch die Kombination von allen drei Anwendungen, vom Elektro-Fachbetrieb installiert, sind die Endgeräte bei direkten und indirekten Blitzeinschlägen optimal abgesichert“, so Hartmut Zander von der Initiative ELEKTRO+ in Berlin.

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News: Ein Blitzeinschlag kann einen Hausbrand verursachen. Der Verband Privater Bauherren rät deshalb zu Vorsichtsmaßnahmen: Eine Blitzschutzanlage am Haus kann Schäden verhindern.
Der Blitzschutz an Immobilien leitet nicht nur den Blitz ins Erdreich, sondern schützt auch vor Bränden und Beschädigungen elektronischer Geräte. Gesetzlich wird die Installation eines Blitzschutzsystems für Immobilieneigentümer nicht vorgeschrieben, dennoch lohnt sich die Überlegung.

 meineimmobilie.de-Tipp

Die Kosten für das Warten und Prüfen (i. d. R. alle 6 Jahre z. B. für Hochhäuser fällig) einer Blitzschutzanlage dürfen Sie nur auf den Mieter umlegen, wenn Sie dies ausdrücklich unter sonstige Betriebskosten in Ihrem Mietvertrag vereinbart haben. Dann zählen auch die Kosten für den TÜV dazu!