Donnerstag, 15.05.2008 | Autor: heihec

Renovieren ohne Muskelkater

News: An Wochenenden oder nach Feierabend wird in vielen Haushalten noch gewerkelt. Damit sich die Renovierer nicht zu viel zumuten oder ihren Körper einseitig belasten, gibt die DIY Academy Tipps für eine gesundheitsbewusste Arbeitsweise.

Ungewohnte Belastung oder auch eine falsche Körperhaltung beim Renovieren sorgen bei Heimwerkern für Schmerzen in Armen, Rücken, Nacken oder den Knien. Solche unangenehmen Begleiterscheinungen lassen sich mit wenigen Maßnahmen minimieren oder gleich ganz vermeiden. Wie es geht verrät die DIY Academy.

Bei der Renovierung Hilfsmittel benutzen

Anstatt sich etwa beim Streichen zu verrenken, sollte lieber die Leiter neu aufgestellt oder eine Teleskopstange für die Malerrolle verwendet werden. Damit lässt sich auch eine Decke gut vom Boden aus streichen.

Das mühsame Ablösen von Tapeten kann ebenfalls vereinfacht werden: Tapete vorher mit Wasser und Spülmittel oder einem fertigen Tapetenablöser einweichen oder beim nächsten Mal gleich spaltbare Tapeten verwenden. Sie lassen sich bahnenweise trocken abziehen.

Eine besonders schwere Herausforderung beim Bohren in die Decke ist das Auffangen des Bohrstaubs. Deutlich leichter als das gleichzeitige Halten einer Staubsaugerdüse ist eine Bohrmaschine mit integrierter Absaugvorrichtung.

Beim Renovieren die richtige Haltung beibehalten

Schweres Material, beispielsweise eine Kiste mit Fliesen, sollte stets Rücken schonend vom Boden aufgehoben und getragen werden. Das heißt: zum Aufheben mit geradem Rücken in die Hocke gehen, die Belastung möglichst nahe am Körper aufnehmen, beim Aufstehen Rücken gerade halten und Beine strecken, dabei nicht die Wirbelsäule verdrehen.

Das Gleiche gilt fürs Tragen: Arme anwinkeln, Gegenstand nahe am Körper und Rücken gerade halten. Ist das Material zu schwer, empfiehlt sich eine Sackkarre. Wer viel gebückt arbeitet, etwa beim Streichen von Fußleisten oder Verlegen von Fliesen, sollte sich öfter einmal aufrichten und regelmäßig Pausen einlegen, um Muskeln und Gelenke zu entspannen oder die Blutzirkulation wieder in Gang zu bringen. Bequeme Kleidung und Knieschoner vermeiden schmerzende Druckstellen.

Beim Renovieren ergonomisches Werkzeug benutzen

Ob Schraubenzieher, Bohrmaschine oder Malerrolle - viele Hand- und Elektrowerkzeuge sind heute so konzipiert, dass sie besonders gut in der Hand liegen und ein geringes Eigengewicht haben. In der Regel verfügen sie auch über rutschfeste Griffe. Eine solche Ausstattung trägt dazu bei, dass deutlich länger, schmerzfrei und bequemer gearbeitet werden kann.

Profis arbeiten zudem mit vibrationsgedämpften Schleifmaschinen oder Bohrhämmern. Sie sparen Kraft, beugen Ermüdungserscheinungen vor und schonen die Gelenke. "Auch für Heimwerker, die zu Hause über einen längeren Zeitraum mit diesen Geräten arbeiten, lohnt sich die Investition," rät die DIY Academy. Linkshänder sollten außerdem auf Geräte achten, bei denen sich die Griffe für eine links- wie rechtshändige Anwendung tauschen lassen.

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