Donnerstag, 29.07.2010 | Autor: mb

Recycling für Regentropfen

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News: Bei manch umweltbewussten Hauseigentümern steht sie noch im Garten unter der Dachrinne: die alte Regentonne. Mittlerweile gibt es eine noch effizientere Methode, den Regen aufzufangen und weiter zu verwenden. Mit einer Regenwassernutzungsanlage können Eigentümer sogar Kosten sparen.

Mit einer Regenwassernutzungsanlage könne ein Vier-Personen-Haushalt im Jahr rund 80.000 Liter Trinkwasser sparen, heißt es in einer Pressemitteilung der Bausparkasse BHW. Diese Zahl errechnet sich aus einem durchschnittlichen Trinkwasserverbrauch von 122 Litern Trinkwasser pro Kopf am Tag. 40 Liter spült der Deutsche im Schnitt jeden Tag in der Toilette herunter, weitere acht Liter benötigt er für den Abwasch und weitere elf Liter gehen im Schnitt für die Gartenbewässerung drauf. Für diesen Verbrauch wird reguläres Trinkwasser verwendet, obwohl die Regenwasserqualität auch ausreichend wäre, so die BHW.

Effiziente Regenwassernutzung

Statt einer Tonne im Garten gibt es mittlerweile komplette Regenwassernutzungssysteme. Über eine Auffangfläche, meist die Dachschräge, fließt der Niederschlag in den Wasserspeicher, der viele tausend Liter fassen kann. Gefiltert wird das Regenwasser durch eine Pumpe ins Haus geleitet.

Wer eine Regenwasseranlage einbauen lässt, muss den örtlichen Wasserversorger darüber informieren. Eine Baugenehmigung muss aber nicht eingeholt werden. Hauseigentümer sollten jedoch vorab ausrechnen, ob sich die Installation einer Regenwassernutzungsanlage lohnt. "Ob die Nutzung von Regenwasser für den Hauseigentümer wirtschaftlich ist, ist von Fall zu Fall verschieden", so der BHW-Experte Rüdiger Grimmert. "Nicht immer ist Regenwasser eine günstigere Alternative zur öffentlichen Wasserversorgung."

Kosten für Vier-Personen-Haushalt

Eine Regenwasseranlage für einen Vier-Personen-Haushalt kostet rund 4.000 Euro. Wie viel sich durch den Einsatz von Regenwasser einsparen lässt, hängt laut BHW auch von der Höhe des Wasserpreises ab, der regional stark schwankt. Je nach kommunaler Gesetzeslage können Abwassergebühren gesenkt und Förderungen von bis zu 2.000 Euro in Anspruch genommen werden.

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