Mittwoch, 27.02.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Rauchmelderpflicht in NRW

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
Worum geht´s
  • Ab April 2013 gilt in NRW die Rauchmelderpflicht bei Neu- und Umbauten
  • Für Bestandsimmobilien wird es eine Übergangsfrist bis Ende 2016 geben
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Ab Anfang April soll Nordrhein-Westfalen als zwölftes Bundesland die Rauchmelderpflicht für Neu- und Umbauten einführen. Für bestehende Wohnungen wird es in NRW voraussichtlich eine Übergangsfrist bis Ende 2016 geben. Verantwortlich für den Einbau der Rauchmelder ist der Vermieter.

Voraussichtlich ab April müssen Immobilieneigentümer die Wohnungen bei Neu- und Umbauten mit Rauchmeldern ausstatten. Mindestens ein Rauchmelder muss dann in den Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, eingebaut werden. Darauf macht der TÜV Rheinland in einer aktuellen Pressemitteilung aufmerksam.

Rauchmelder als vorbeugender Brandschutz

Rauchmelder haben sich beim vorbeugenden Brandschutz bewährt. Die Statistik verrät, weshalb die Warngeräte Leben retten können: Die meisten Brandopfer sterben bei nächtlichen Bränden, fast alle aufgrund einer Rauchgasvergiftung. Der Grund: Im Schlaf funktioniert der Geruchssinn nicht, Rauch und Brandgeruch werden daher nicht wahrgenommen. „Rund 500 Menschen fallen in Deutschland pro Jahr einem Brand zum Opfer. Der Alarm eines Rauchmelders hätte einige rechtzeitig wecken können. Denn wer giftigen Brandrauch im Schlaf einatmet, wird meist bewusstlos und erstickt“, so Michael Jörn, Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz bei TÜV Rheinland.

Rauchmelder richtig einbauen

Rauchmelder können aber nur dann zuverlässig schützen, wenn sie richtig installiert wurden. Sie gehören an die Zimmerdecke, am besten in die Raummitte oder einen halben Meter von der Wand entfernt. Auch sollten die Geräte nicht in der Nähe von starker Zugluft, an Luftschächten und Klimaanlagen installiert werden. An Dachschrägen darf ein Rauchmelder zudem nicht am höchsten Punkt angebracht werden, sondern sollte etwa 50 Zentimeter tiefer waagerecht montiert sein.

Rauchmelder für verschiedene Bedürfnisse

Inzwischen sind Rauchmelder für spezielle Anwendungen entwickelt worden. Für Gehörlose gibt es zum Beispiel Geräte, die Lichtblitze aussenden und im Alarmfall unter der Bettdecke vibrieren. Kinder schlafen oft so fest, dass sie auf einen lauten Alarmton nicht reagieren. Anders ist das bei der Stimme der Bezugsperson. Von deren Ruf wachen Kinder eher auf. Daher sind fürs Kinderzimmer Rauchmelder erhältlich, die von den Eltern besprochen werden können. Die Sprachbotschaft kann dann gleichzeitig für das Kind eine Anleitung zum richtigen Verhalten im Brandfall enthalten. „Rauchmelder kosten nicht die Welt. In einem normalen Haushalt sind rund 100 Euro für gute Geräte zu investieren“, betont der Experte. Beim Kauf auf das CE-Zeichen inklusive Prüfnummer und die Angabe „EN 14604“ achten.

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