Montag, 18.01.2016 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Inga Nielsen - Fotolia.com

Rauchmelder-Test: Der Preis sagt nichts über die Qualität

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  • Rauchmelder im Test 
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Rauchwarnmelder retten Leben. Dennoch gibt es immer noch 2 Bundesländer, in denen Rauchwarnmelder nicht vorgeschrieben sind. In anderen Bundesländern ist dagegen schon die Nachrüstpflicht in bestehenden Gebäuden abgelaufen und dennoch kein Rauchwarnmelder an der Decke. 

Wer zur eigenen und zur Sicherheit seiner Mieter Rauchwarnmelder kaufen will, bekommt schon für wenige Euro gute und schützende Rauchmelder im Handel. Denn gut heißt nach einem aktuellen Test der Stiftung Warentest nicht unbedingt teuer! 

Wenn Menschen bei Bränden ums Leben kommen, dann oft, weil sie im Schlaf am Qualm ersticken. Schon für wenige Euro schützt ein Rauchmelder, der frühzeitig Alarm auslöst.

Welche Rauchmelder schnell und zuverlässig warnen und welche leicht anfällig für (teure!) Fehlalarme sind, prüfte die Stiftung Warentest aktuell.

Rauchmelderpflicht: Teuerster Rauchmelder versagt im Test

Teuer heißt nicht immer gleich gut. So lässt sich der Rauchmeldertest der Stiftung Warentest wohl zusammenfassen. So bekam der teuerste Rauchmelder im Test, ein Gerät für 103 Euro, ein „mangelhaft“ attestiert. Als einziger blieb er trotz des dicken Rauchs im Brandtest still.

Sieben von 14 Rauchmeldern bekamen hingegen „gut“, der Testsieger kostet nur 26,50 Euro.

Wo sich Funkwarnmelder lohnen

Rauchmelder, die über Funk miteinander kommunizieren, können größere Häuser und Wohnungen optimal überwachen. Im Test bewährten sich dafür zwei Funkmelder zu Preisen von 65 und 94 Euro.

Unterschiede zwischen den Rauchmeldern entdeckten die Tester bei der Lautstärke des Alarms, der Bedienungsfreundlichkeit und im Falltest. Fast alle Rauchmelder signalisieren einen Brand schnell und zuverlässig. Doch ausgerechnet der teuerste Rauchmelder im Test, der Merten Argus MEG5480–1119 blieb still.

Wie lange die Batterie im Rauchmelder halten muss

Die Lithiumbatterien in den Rauchmeldern versprechen eine Nutzungsdauer von mindestens 10 Jahren, was laut der Stiftung Warentest plausibel ist.

Sie rät von billigen Rauchmeldern mit Alkalizellen ab, weil bei diesen die Batterien regelmäßig gewechselt werden müssen und die Ersparnis allenfalls wenige Euro beträgt. 

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Fast alle Bundesländer schreiben bereits heute die Installation von Rauchmeldern vor. Obwohl dies nicht immer kontrolliert wird, sollten die kleinen Lebensretter in jedem Haus und in jeder Wohnung selbstverständlich sein.
Ab Anfang April soll Nordrhein-Westfalen als zwölftes Bundesland die Rauchmelderpflicht für Neu- und Umbauten einführen. Für bestehende Wohnungen wird es in NRW voraussichtlich eine Übergangsfrist bis Ende 2016 geben. Verantwortlich für den Einbau der Rauchmelder ist der Vermieter.
Mit dem Jahreswechsel 2016 hat sich auch wieder die Pflicht ausgeweitet, Rauchmelder einzubauen. In Neubauten sind sie nun deutschlandweit, außer in Brandenburg und Berlin, Pflicht.  In Bestandsbauten in Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pflalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. In Berlin soll die Rauchwarnmelderpflicht noch dieses Jahr kommen. Da der Rauchmeldereinbau mit Kosten verbunden ist, stellt sich zwangsläufig die Frage: Ist das eigentlich absetzbar?
Rauchwarnmelder retten Leben. Das weiß jeder. Was allerdings die wenigsten wissen: Erstaunlicherweise sind Rauchmelder noch immer nicht in allen Bundesländern Pflicht! Wer dennoch beim Mieter einen Rauchmelder anschrauben will und feststellt, dass der Mieter schon schneller war, hat allerdings ein kleines Problem. Wie die Gerichte das lösen, zeigt dieses Urteil.

 meineimmobilie.de-Tipp

Gerade bei den Rauchmeldern ist noch Vieles bezüglich der Umlage der Wartungs- und Batteriekosten umstritten. Leider gibt es hierzu überraschenderweise noch keine endgültigen Urteile.

Bis es so weit ist, empfiehlt es sich, die Kosten für die Funktionsprüfung und die neuen Batterien für den Rauchmelder ausdrücklich extra im Mietvertrag unter den „Sonstigen Betriebskosten“ aufzuführen.

Dokumentieren Sie zudem die jährliche Funktionsprüfung, damit Sie in einem Schadensfall jederzeit die Durchführung nachweisen können. Oder noch besser: Beauftragen Sie einen neutralen Dienstleister mit dem Durchführen und Dokumentieren der Funktionsprüfung.