Donnerstag, 14.08.2008 | Autor: heihec, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Leinenzwang für Hunde in Gemeinschaftsgärten

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

News: Nach einer aktuellen Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe (AZ.: 4 Wx 22/08), dürfen Hunde im gemeinsamen Garten einer Wohnungseigentümergemeinschaft nicht frei herumlaufen. Grund dafür sei die Gefährdung für den Menschen und die Verschmutzung des Gartens.

Wohnungseigentümer eines Zweifamilienhauses in einer kleinen Gemeinde am Bodensee nutzen ihren Garten gemeinsam. Sondernutzungsrechte gibt es keine. Als die eine Familie sich einen Hund zulegte und ihn frei im Garten laufen ließ, war es vorüber mit der Idylle am Bodensee. Wegen der Hundehaltung zog das andere Eigentümerpaar vor Gericht, berichtet Immowelt.de in einer Pressemitteilung.

Entscheidung des Gerichts

In erster Instanz hatte das Amtsgericht untersagt, den Hund generell im Garten laufen zu lassen - sei er frei oder angeleint. Das Landgericht Konstanz hatte diesen Beschluss aufgehoben, da keine Gründe für eine konkrete Beeinträchtigung durch den Hund genannt worden seien.

Der Hund werde außerhalb des Grundstücks ausgeführt. Er werde geschult, seine Größe allein sei kein Indiz für die Gefährlichkeit. Doch noch ist kein Verfahrensende in Sicht. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat den Beschluss des Landgerichts Konstanz wieder aufgehoben und die Angelegenheit zur erneuten Entscheidung an das Landgericht zurückverwiesen.

Bei der Entscheidung sollte allerdings berücksichtigt werden, dass es sich bei dem Tier um einen sehr großen Hund handele. Zwar habe der Hund noch nie jemanden gebissen. Doch schon aufgrund seiner Größe folge, dass er sich nicht unangeleint und ohne Aufsicht in einem Garten aufhalten dürfe, in dem kleine Kinder spielen. Dem könne nur dadurch begegnet werden, indem der Hund im Garten an einer höchstens drei Meter langen Leine gehalten und durch eine mindestens 16 Jahre alte Person begleitet werde.

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.
Ein Haus mit Garten: Davon träumen viele Mieter. Gerade, wenn sie Kinder haben: Sandkasten, Schwimmbecken, Schaukel, Rutsche und ein Gartenhaus – das wäre das Paradies für Kinder.   Allerdings hatte eine Flensburger Vermieterin etwas dagegen, dass die Mieter aus dem mitgemieteten Garten einen Spielplatz machten. Ein Gericht musste klären, wie viel Spielplatz im Garten noch vertragsgemäß ist.    

 meineimmobilie.de-Tipp


Der Balkon oder Garten wird immer wieder zur Streitfalle zwischen Mieter und Vermieter. Generell gilt: Ist bei einem Mietshaus ein Garten vorhanden, muss beachtet werden, wie der Vermieter die Gartennutzung festgelegt hat.