Donnerstag, 28.05.2009 | Autor: mb

Keine Angst vorm Regenguss

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News: Wenn in Deutschland heftige Gewitter niedergehen, wird es vielen Hausbesitzern mulmig. Sie fürchten Schäden an ihrer Immobilie durch Sturm und vor allem durch eindringendes Wasser. Wer sein Haus ausreichend und wirksam vor Überschwemmungen schützt, kann einem heftigen Gewitter gelassen entgegensehen.

Der Verband Privater Bauherren (VPB) spricht in einer Pressemitteilung von vielfältigen Ursachen für Überschwemmungen im Haus nach einem Gewitter. Oft werde das Wasser durch den Abfluss ins Haus zurückgedrückt. Häufig seien Rückstauventile nicht richtig gewartet oder gar nicht vorhanden, manchmal stehen beim Wolkenbruch einfach nur Kellerfenster offen. Mitunter laufe auch das Wasser an abgeböschten Bereichen vor Kellerfenstern nicht schnell genug ab, weil Abflüsse zu gering dimensioniert sind.

Stärkere Regenfälle führen zu Überschwemmungen

Die äußeren Bedingungen verstärken das Problem: "Wir beobachten seit Jahren stärker werdende Regenfälle", sagt VPB-Vorsitzender Thomas Penningh. "Der Klimawandel sorgt offenbar nicht nur für heftigere Stürme, sondern auch für ergiebigere Regengüsse. Darauf sind die meisten Bauherren noch nicht vorbereitet." Selbst die Regenrückhaltesysteme in Neubaugebieten seien nicht für größere Regenmassen geeignet. "Schüttet es dann kräftig, können die Systeme das Wasser nicht mehr fassen und drückt sich zurück in die Keller der Häuser", erklärt Penningh. "Dieses Übel lässt sich nur durch sorgfältigere Planung im Vorfeld verhindern."

Zum einen seien die Kommunen in der Pflicht: Wenn sie Bauland ausweisen, müssen sie für entsprechende Rückhaltebecken sorgen. Zum anderen rät Penningh den Bauherren, sich rechtzeitig um die Sicherung ihrer Keller und Häuser zu kümmern: "Wer das arglos dem Bauunternehmer überlässt, der handelt leichtfertig und muss fast schon mit Wasser im Keller rechnen."

Erfahrungen mit den Nachbarn austauschen

Wer neu baut, der sollte deshalb immer auch die Nachbarn nach ihren Erfahrungen fragen. Meist haben in einem Wohngebiet alle die gleichen Probleme. Sind die im Vorfeld bekannt, gibt es bautechnische Möglichkeiten, um Wassereinbruch und Schäden zu verhindern. Diese müssen dann allerdings auch eingeplant, finanziert und ausgeführt werden. Damit das klappt, müssen die Maßnahmen auch alle im Bauvertrag stehen. Da dies laut VPB oft nicht der Fall ist, sollten angehende Bauherren den Bauvertrag grundsätzlich vor der Unterschrift von einem unabhängigen Sachverständigen auf Vollständigkeit prüfen lassen.

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