Donnerstag, 03.07.2008 | Autor: Eike Schulze/Anette Stein/Katja Fleschuetz/mb

Immobilienzertifikate: Anteil an der Kursentwicklung

Wer Geld an der Börse anlegen will, kann nicht nur Aktien und Fonds nutzen, sondern auch Immobilienzertifikate. Anleger profitieren von den Kursverläufen und Dividendenzahlungen.

Zertifikate sind noch ein relativ neues Produkt, dessen Entwicklung erst seit dem Jahr 2000 so richtig begann. Zertifikate verbriefen eine Teilhabe an der Kursentwicklung anderer Wertpapiere und Finanzprodukte.

Die Grundform der Zertifikate funktioniert dabei ähnlich wie Fonds, denn auch sie beziehen die Wertentwicklung aus den Kursverläufen an den Börsen. Grundsätzlich gibt es Zertifikate auf unterschiedlichen Basiswerten, beispielsweise Indizes oder sogenannte Baskets, wobei verschiedene Aktienwerte gebündelt werden.

Basketzertifikate

Am gebräuchlichsten für Immobilienzertifikate sind Basketzertifikate, bei denen ein Anleger einen Teil eines Anlagekorbes erwirbt. Eine Abwandlung davon sind die sogenannten Reits-Zertifikate. Hierbei werden Reits-Indizes gebildet, auf deren Basis Zertifikate emittiert werden. Die Auswahl an Immobilienzertifikaten ist bislang jedoch noch begrenzt.

Der Vorteil der meisten Immobilienzertifikate ist die internationale Ausrichtung, da es in Deutschland nur sehr wenige Immobilienaktiengesellschaften gibt. Der Anleger profitiert von der Kursentwicklung der Unternehmen wie auch von den Dividendenzahlungen, die hier in die Wertentwicklung eingepreist werden.

Geringe Gebühren

Immobilienzertifikate sind eine gute Alternative für Investoren, die normalerweise Investmentfonds bevorzugen. Es fallen meist geringere Verwaltungsgebühren an, der Ausgabeaufschlag entfällt sogar ganz. Doch so schön das Ganze ist, es gibt auch einen Haken: Der Anleger ist nicht am Sondervermögen wie bei Immobilienfonds beteiligt, sodass bei einer Insolvenz normalerweise keine Entschädigung stattfindet.

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Katja Fleschütz ist Rechtsanwältin, Fachanwältin für Steuerrecht und als Unternehmensberaterin tätig.
Katja Fleschuetz

 meineimmobilie.de-Tipp

Wenn Sie sich für Immobilienzertifikate interessieren, sollten Sie sich aufgrund eines gewissen Verlustrisikos an die Zertifikate der großen (Privat-)Banken halten. Eine Geldanlage bei Emissionshäusern oder Wertpapierhandelsbanken gilt häufig als risikoreicher.