Dienstag, 27.05.2014 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008

Immobilienkauf: So senken Sie Ihre Baunebenkosten

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2008
Worum geht´s
  • Baunebenkosten beim Immobilienkauf nicht unterschätzen
  • Größten Teil der Baunebenkosten nimmt die Grunderwerbsteuer ein  

Die Preise für Wohnimmobilien haben in den letzten Jahren kräftig zugelegt. Als wäre das nicht schon genug, sind auch noch die Nebenkosten beim Bau oder Kauf von Immobilien teurer geworden. Das muss man nicht einfach hinnehmen. 

Immobilienkäufer sollten die Baunebenkosten nicht unterschätzen. Die größte Kostenposition bringt die Grunderwerbsteuer mit sich, denn Anfang 2014 haben mehrere Bundesländer den Steuersatz erhöht. In einer aktuellen Pressemitteilung gibt die BHW-Bausparkasse Tipps gegen die steigenden Baunebenkosten.

Rechnen Sie trennbare Bestandteile vom Kaufpreis heraus 

Für ein Bauträgerhaus zahlen Käufer Steuern auf den Gesamtpreis. Je niedriger der Gesamtpreis, umso weniger Steuern müssen Sie zahlen. Der Kaufpreis für die Immobilie lässt sich beispielsweise dadurch senken, indem Sie eine Einbauküche als vom Haus trennbaren Bestandteil herausrechnen.

Bei einer Küche für 20.000 Euro würde Ihnen das eine Steuerersparnis von bis zu 1.300 Euro bringen.

Baunebenkosten sparen: Früher kaufen als bauen

Wer den Grund mit deutlichem zeitlichen Abstand zum Baustart kauft, zahlt die Steuer nur auf den Grundstückswert – bei einem Haus für 170.000 Euro und einem Grundstück für 80.000 Euro bis zu 11.050 Euro weniger.

"Ein frühzeitiger Grundstückskauf in guter Lage ist eine echte Geldanlage", betont Isabell Gusinde von BHW. "Bei einer späteren Finanzierung akzeptiert die Bank den Boden auch als Eigenkapital."

Mindestens zehn, besser 20 Prozent der Gesamtkosten sollten Erwerber aus eigenem Geldbeutel aufbringen.

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Ein Haus zu bauen bedeutet gleichzeitig, viele Rechnungen bezahlen zu müssen. Bei den Baunebenkosten sollte der Bauherr auf jeden Fall den Überblick behalten - sonst kann die eigene Immobilie schnell zur Schuldenfalle werden.
Bei einem Neubau fallen längst nicht nur die Kosten für das Haus an. Anschlüsse müssen verlegt werden, Gutachter kommen auf die Baustelle, der Bauschutt wir entsorgt. All das und noch einige weitere Ausgaben fallen unter die sogenannten Baunebenkosten. Unter dem Strich ergibt sich meist eine stolze Summe, die auf jeden Fall vor Baubeginn in die Kalkulation miteinfließen muss.

 meineimmobilie.de-Tipp

Wenn Sie einen Hausbau planen, müssen Sie alle Baukosten und Baunebenkosten mit einkalkulieren - plus einen Puffer für unvorhergesehene Zusatzkosten. Denn eine Nachfinanzierung könnte Ihren Finanzierungsplan ins Wanken bringen.