Montag, 16.06.2008 | Autor: heihec/mb

Grünes Bauen - modern und ökologisch

News: In Deutschland werden rund 50 Prozent der insgesamt genutzten Energie verbraucht, um Gebäude zu beheizen und mit Strom zu versorgen. Dementsprechend lohnt ein prüfender Blick auf Einsparpotenziale. Wer energieeffizient baut, kann später bei den Betriebskosten viel Geld sparen.

In Zeiten steigender Rohstoffpreise profitieren Bauherren von einer energieeffizienten Bauweise. Beliebt ist insbesondere das nachhaltige Bauen mit Holz. Laut infoholz.de werden Niedrigenergiehäuser, Drei-Liter-Häuser, Passivhäuser und auch Null- oder Plusenergiehäuser immer stärker nachgefragt.

Sparsam: Niedrigenergie- bis Plusenergiehaus

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) legt in Deutschland die gesetzlichen Mindestanforderungen an den zulässigen Primärenergiebedarf von Gebäuden fest. Hierbei wird die Energie zur Beheizung und zur Warmwasserversorgung des Gebäudes einschließlich dessen Energieverlusten betrachtet. Außerdem findet die Energieeffizienz der Heizungsanlage und die Art des Energieträgers Berücksichtigung.

Bei einem Niedrigenergiehaus liegt der Heizenergiebedarf bei etwa 20 bis 30 Prozent unter den geforderten Standards der EnEV. Pro Quadratmeter benötigt das Niedrigenergiehaus jährlich rund 50 bis 70 Kilowattstunden Heizenergie. Das so genannte Drei-Liter-Haus kommt mit nur mit 30 Kilowattstunden jährlich aus.

Besonders sparsam ist der Betrieb eines Passivhauses. Nur 15 Kilowattstunden reichen, um das Haus zu beheizen. Ein Nullenergiehaus kommt rein rechnerisch ohne externe Energiezufuhr aus, ein Plusenergiehaus produziert durch solare Wärmegewinnung in Verbindung mit einer hoch wärmedämmenden Gebäudehülle und Energierückgewinnung sogar mehr Energie, als es verbraucht.

Sparen und zugleich die Umwelt schonen

Noch stärker sinken die Energiekosten, wenn die Hausbewohner erneuerbare Energien wie etwa Solarenergie oder Erdwärme nutzen. Solche Anlagen können problemlos durch Heizungsanlagen oder Einzelöfen mit verschiedenen Brennstoffen, zum Beispiel umweltschonenden Pellets, kombiniert werden. Wer bereits beim Hausbau die späteren Betriebskosten seines Gebäudes im Blick hat, kann eine Menge Geld sparen und zugleich die Umwelt schonen.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Mehrkosten für die Haustechnik oder das Bauwerk können bei Energiesparhäusern durch Förderungen des Staates ausgeglichen werden. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) bezuschusst Energiesparhäuser durch Prämien und zinsgünstige Darlehen.