Donnerstag, 30.07.2009 | Autor: mb

Glühbirnen werden bald aus Regalen verschwinden

News: Ab September werden herkömmliche Glühbirnen nach und nach aus den Regalen der Geschäfte verschwinden. Grund ist eine neue EU-Verordnung, die die Verwendung von Energiesparlampen in den Haushalten vorantreiben will.

Eine neue EU-Verordnung, die im vergangenen Jahr beschlossen worden ist, soll bald Wirkung zeigen: Ab September 2009 werden herkömmliche Glühlampen nach und nach aus den Regalen der Geschäfte verschwinden. In drei Jahren sollen nach Willen der EU kaum noch Glühlampen für den Hausgebrauch erhältlich sein. Stattdessen sollen die Verbraucher auf Energiesparlampen umsteigen. Damit könnten in den europäischen Mitgliedsstaaten bis zum Jahr 2020 mehr als 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden, heißt es in einer gemeinsamen Presseinformation von der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) und dem Umweltbundesamt.

Absatz von Glühlampen gestiegen

Kaufstatistiken zeigen, dass der Absatz von herkömmlichen Glühlampen in Deutschland im ersten Quartal 2009 um 17 Prozent gestiegen ist. In ihrer Pressemitteilung kritisieren VZBV und Umweltbundesamt Verbraucher, die sich nun einen Vorrat an Glühlampen zulegen. Den Grund für Hamsterkäufe bei Glühlampen vermuten sie in alten Vorurteilen gegen Energiesparlampen.

Verbraucher monieren, dass Energiesparlampen lange brauchen, bis sie hell werden, kaltes Licht geben und schnell kaputt gehen. Nach Angaben der Verbraucherschützer lassen sich diese Vorurteile entkräften: "Tatsächlich wurde bei Qualitäts-Kompaktleuchtstofflampen die Aufhellzeit verkürzt. Bei der Lichtfarbe gibt es verschiedene Ausführungen: Warmweiß kommt dem Glühlampenlicht nahe. Und gute Kompaktleuchtstofflampen lassen sich 30.000 Mal an- und ausschalten, bevor sie kaputt gehen", heißt es in der Pressemitteilung. Klassische Glühbirnen dagegen wandeln nur etwa fünf Prozent ihrer aufgenommenen Energie in Licht um und haben eine geringere Lebensdauer als Qualitäts-Energiesparlampen.

Bei Energiesparlampen auf Qualität achten

Verbraucherschützer und Umweltbundesamt raten, nicht die billigste Lampe zu kaufen, sondern auf Qualität zu achten. Markenprodukte seien oft besser als Billig- oder "No Name"-Lampen. Gutes koste etwas mehr, halte aber dafür länger und sei auf Dauer günstiger.

Kommentare (1)

30.7.2009, 13:52 Uhr von Stromsparen Profil ansehen
Erfahrungen und Ergebnisse beim Einsatz von 474 Energiesparlampen bei 19 verschiedenen Projekten sind ersichtlich unter: http://meinekleine.kleinezeitung.at/999999/stories/350845/