Dienstag, 25.08.2009 | Autor: heihec

Energiepreise der Bundesländer im Vergleich

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News: Die Preise der Strom- und Gasanbieter in den deutschen Bundesländern unterscheiden sich untereinander und regional deutlich. Durch einen Anbietervergleich und -wechsel können Verbraucher viel Geld sparen.

Das unabhängige Verbraucherportal Verivox.de hat zum Ablauf der Ankündigungsfrist für den Start der Heizperiode das Preisniveau und die Einsparmöglichkeiten bei Strom und Gas zwischen den Bundesländern verglichen. Trotz massenhafter Gaspreissenkungen sind die Einsparmöglichkeiten bei Strom und Gas enorm.

"Da Preisänderungen von den Grundversorgern sechs Wochen im Voraus angekündigt werden müssen", so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox, "lässt sich jetzt die Entwicklung der Energiepreise zum Beginn der Heizperiode sehr genau abschätzen. Verbraucher sollten anhand ihrer aktuellen Gas- und Stromrechnung prüfen, wie viel sie persönlich sparen könnten", so Reese weiter. Bei Verbrauchern, die noch nicht das günstigste Angebot ihres Grundversorgers nutzen, ist das Einsparpotenzial noch höher.

Vergleich der Gaspreise

Im Vergleich der Bundesländer weisen die Gaspreise deutliche Schwankungen auf. Bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden pro Jahr geben die Verbraucher in Bremen mit 1.100 Euro, in Berlin mit 1.104 Euro und in Niedersachsen mit 1.126 Euro durchschnittlich am wenigsten aus. Am meisten zahlen die Verbraucher mit 1.294 Euro in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern (1.277 Euro) und Thüringen (1.275 Euro).

Die Einsparmöglichkeiten durch einen Gasanbieterwechsel sind regional sehr unterschiedlich. Verglichen wurde das günstigste Angebot der lokalen Grundversorger mit den Preisen der Wettbewerber. Je nach Bundesland zeigen sich hier ebenfalls deutliche Unterschiede. Durch einen Wechsel des Gasanbieters lässt sich durchschnittlich am meisten in Hamburg (303 Euro), Hessen (212 Euro) und Schleswig-Holstein (211 Euro) sparen.

Vergleich der Strompreise

Bei den Strompreisen ergibt sich ein ähnliches Bild. Bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden pro Jahr müssen die Verbraucher in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern (921 Euro), Sachsen-Anhalt (938 Euro) und Brandenburg (942 Euro) am tiefsten in die Tasche greifen. Günstigen Strom gibt es in Hamburg (758 Euro), Berlin (758 Euro) und Bremen (846 Euro).

Auch hier zeigt der Vergleich von den günstigsten Angeboten der lokalen Grundversorger mit den Preisen der Wettbewerber (ohne Vorauskasse) große Einsparmöglichkeiten. In Sachsen-Anhalt (178 Euro), in Brandenburg (164 Euro) und in Sachsen (150 Euro) kann durch einen Stromanbieterwechsel am meisten gespart werden.

Kommentare (1)

2.9.2009, 17:05 Uhr von Matulla Profil ansehen
Auf dem deutschen Gasmarkt herrscht noch kein richtiger Wettbewerb. Es ist sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich den lokalen Gasversorger zu wechseln. Beim Strom ist das schon besser.