Donnerstag, 06.08.2009 | Autor: Heidi Schnurr

Eine bunte Reise von Malve bis Savanne

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Rot, Grün und Blau sind megaout. Die Rede ist von den derzeit angesagten Trendfarben für die Wände. Die angesagten Farben von heute heißen Limone, Honey, Sand oder Papaya…

 

…tja und da stehen Sie nun im Malerfachgeschäft oder im Baumarkt. Vor Ihnen ein riesiges Regal mit Farben. Sie sollen sich entscheiden – und zwar jetzt sofort! Als wäre das nicht schon schwierig genug, drücken Ihnen fleißige Hände auch noch einen dicken Farbfächer in die Hand.  

 

Toll, jetzt entscheiden Sie mal anhand eines 4 auf 2 cm großen Farbkleckses wie Sie 30 m² Wand streichen! Und sowieso: Im Eimer und an der Wand sieht die Farbe ohnehin völlig unterschiedlich aus – meist viel dunkler als gedacht.  

 

Dazu gilt es die Farbpsychologie zu beachten, sowie die gut gemeinten Farbtipps von Freunden mit einem wohlwollenden Kopfnicken zu quittieren: „Nimm’ ja kein rot: Das macht aggressiv und ist total out!“. Ich vertraute einem interaktiven „Farb-Typ-Test“ im Internet meine Qual der Wahl an. Sollte der doch herausfinden, welche Farbe für mich die richtige ist.

 

Nach 10 Klicks stand fest: Ich bin der flexible Farbtyp... aha, hoch interessant – brachte mich bei der Suche nach der richtigen Farbe aber auch keinen Schritt weiter.

 

Wie diese bunte Geschichte endete? Mit Havanna 18 und Sand – und natürlich dem freundlichen Maler, der alles schön streicht. Mir doch egal, was der Psychologe, Freunde oder das Internet sagen: Hauptsache mir gefällt die Farbe!

 

Dagegen sieht die Sache schon ganz anders aus, wenn ich eine Mietwohnung in schreiendem Grün oder in düsterem Schwarz zurückgebe – so darf kein Mieter seine Wohnung zurückgeben. Er muss vielmehr auf durchschnittliche Geschmacksstandards Rücksicht nehmen.

 

Viele Vermieter sind bereits deswegen dazu übergegangen, die Mietwohnung nur tapezierfertig statt frisch tapeziert an den neuen Mieter zu übergeben: Soll sich der neue Mieter doch selbst seine Tapete oder die Farbe aussuchen!

 

Wie halten Sie es mit der Farbe: Übergeben Sie Ihre Wohnung fix und fertig tapeziert an den Mieter oder vermieten Sie – vielleicht sogar erst seit Kurzem – nur noch unrenoviert?

Kommentare (1)

12.8.2009, 8:36 Uhr von reschke@tobgmbh.de Profil ansehen
Die Sache renovierte oder unrenovierte Übergabe ist aus meiner Sicht recht einfach zu entscheiden. Bei Einzug ist der Mieter gewöhnlich hochmotiviert, was die Ausgestaltung seines neuen Heims angeht. Bei Auszug hat der Mieter mit der Immobilie innerlich bereits abgeschlossen. Er bricht auf zu neuen Ufern. Ihn dann noch zu irgendeiner Leistung zu bewegen trifft unweigerlich auf mehr oder weniger starken Widerstand. Deshalb ist dann besenrein die stressfreie Übergabevariante. Denn der neue Mieter ist ja wieder hochmotiviert........