Donnerstag, 11.04.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Einbruchschutz beim Hausbau nicht vergessen

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
Worum geht´s
  • Einbruchschutz nicht vernachlässigen

Mit dem Frühjahr beginnt die Zeit der Neubauten und Modernisierungen. Leider vernachlässigen die Hauseigentümer im Bau-Elan den Sicherheitsaspekt häufig. Weniger als ein Prozent der rund 183.000 im Jahr 2011 fertiggestellten Wohneinheiten verfügt über das notwendige Minimum an Einbruchschutz.

Architekten, Bauplaner und Bauträger betrachten den Einbruchschutz unter Kostenaspekten oftmals als verzichtbaren Mehraufwand und daher vernachlässigen viele Häuslebauer den Sicherheitsaspekt. Darauf weist die bundesweite Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“ hin, in der sich die Verbände der Sicherheitswirtschaft und die Polizei zusammengeschlossen haben. 

Kosten für den Einbruchschutz

Das Basis-Sicherheitspaket für ein Einfamilienhaus kostet je nach Größe des Hauses nur zwischen 1.500 und 2.500 Euro mehr. Dazu gehören eine einbruchhemmende Haustür inklusive eines VdS-geprüften Schließzylinders mit Sicherungskarte sowie einbruchhemmende Fenster mit Pilzkopfbeschlägen im Erdgeschoss. Umfassenderen Schutz bietet darüber hinaus eine einfache Alarmanlage für rund 2.500 Euro, die Einbrüche, Rauch oder Gas meldet und deren Signal an den abwesenden Besitzer oder einen Sicherheitsdienstleister weitergeleitet werden kann.

Einbruchschutz nachrüsten

Die meisten Sicherungen lassen sich mit entsprechendem Mehraufwand auch nachträglich einbauen. Rund 200 bis 300 Euro pro Fenster und etwa 750 Euro für die Haustür muss der Eigenheimbesitzer für die Nachrüstung kalkulieren. Wer die Anschaffung elektronischer Sicherungstechnik zu einem späteren Zeitpunkt plant, sollte in der Rohbauphase Leerrohre installieren lassen. Das spart Kosten und vermeidet unansehnliche Notlösungen.

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