Mittwoch, 17.09.2008 | Autor: heihec

Draußen kalt, innen mollig warm

Worum geht´s

Im Winter muss die Heizung laufen. Dafür notwendig ist oft der Bezug von Gas, Öl oder Pellets, deren Preise variieren können.

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Topstory: Mit dem immer schlechter werdenden Wetter nehmen die Heizungsanlagen wieder den Betrieb auf. Üblich sind hier Öl-, Gas- und immer mehr auch Holzpelletsheizungen. Wer hier rechtzeitig kauft, spart am Ende Geld.

Es gibt viele Möglichkeiten, das Eigenheim zu beheizen. Öl, Gas und Holzpellets gehören zu den gängigsten Heizmethoden, doch die Brennstoffe müssen rechtzeitig besorgt werden.

Heizen mit Erdöl

Die Ölheizung gehörte viele Jahre zu den dominierenden Heizformen in Deutschland, doch dies ist heute nicht mehr so. Grund dafür sind die ständig schwankenden Heizölpreise. Da die Rohstoffreserven immer knapper werden, ist bei den Preisschwankungen auch kein Ende in Sicht. Wie Aktien an der Börse, schwanken auch die Heizölpreise täglich.

Es sollte nicht gekauft werden, wenn die Nachfrage groß ist. Aktuell hat sich der Rohölpreis auf dem Weltmarkt innerhalb der vergangenen zwei Monate stark verbilligt und liegt nach den Angaben des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH) jetzt erstmals seit März 2008 wieder unter der 100 Dollar-Marke. Grund für die Entspannung der Preise ist vor allem die schwache Konjunkturaussicht und die global sinkende Nachfrage nach dem Rohstoff.

Auch die bisher ausgebliebenen Schäden an Ölförderanlagen im Golf von Mexiko in der diesjährigen Hurrikan-Saison und damit zusammenhängende Spekulationen dämpfen den Preis. "Verbraucher sollten sich diesen günstigen Einkaufspreis sichern, denn der nahende Winter lässt mittelfristig eher wieder steigende Preise vermuten", so Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des VEH.

Heizen mit Gas

Die Gasheizung ist seit Jahren ein Trend. Aber: Der Gaspreis ist abhängig vom Rohölpreis, sodass der Gaspreis steigt, wenn die Kosten für Rohöl steigen. Einige Gasversorger haben bereits wieder eine Preiserhöhung angekündigt.

Heizen mit Holzpellets

Holzpellets werden aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz wie etwa Sägemehl, Hobelspäne oder Waldrestholz hergestellt. Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck gepresst. Da Holz ein regional nachwachsender, ständig verfügbarer Brennstoff ist, entwickelt sich der Preis für Holzpellets unabhängig von Heizöl und Erdgas. Aber auch hier gilt: Je höher die Nachfrage und geringer das Angebot, desto höher der Preis. Dabei sollten auch die enthaltenen Leistungen einer Lieferung verglichen werden, so der Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV).

Holzpellets gelten - anders als Gas, Öl und Kohle - als klimaneutral. Sie setzen die Menge an Kohlenstoffdioxid frei, die der Baum zuvor beim Wachsen aufgenommen hat.

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Entkoppeln von Marktpreisentwicklungen von Heizbrennstoffen können Sie sich nur, wenn Sie auf Öko-Energiequellen, wie etwa den Sollarkollektor oder die Erdwärmepumpe, setzen. Mittelfristig sind sie angesichts steigender Preise sicherlich eine gute Investition.