Montag, 23.11.2009 | Autor: heihec

Die Strompreise steigen

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News: Alle Jahre wieder erhöhen die Stromversorger die Strompreise und so droht Verbrauchern auch in diesem Jahr zum Jahreswechsel eine Strompreiserhöhung um durchschnittlich fünf Prozent.

Seit dem Jahr 2000 sind die Strompreise für Privatkunden Jahr für Jahr gestiegen. Und der nun zehnjährige Trend setzt sich auch in diesem Jahr weiter fort: Mindestens 40 Stromanbieter werden die Preise zum Jahreswechsel um durchschnittlich fünf Prozent erhöhen. Dies ermittelte das unabhängige Verbraucherportal Verivox.de.

Energieversorgern mit Strompreiserhöhungen

Zu den Energieversorgern mit Preiserhöhungen gehören mit Vattenfall und EnBW auch zwei der vier größten Energiekonzerne in Deutschland. Die hauptsächlich in Baden-Württemberg aktive EnBW hat eine Strompreiserhöhung von 7,5 Prozent für Privatkunden mit Sonderverträgen angekündigt. Der Energiekonzern Vattenfall erhöht die Strompreise für private Verbraucher in Berlin um 5,9 Prozent und in Hamburg um 4,4 Prozent. Die Experten von Verivox.de gehen davon aus, dass noch eine bedeutende Anzahl kleinerer Versorger ebenfalls Preiserhöhungen zum Jahreswechsel ankündigen werden.

Gründe für die Strompreiserhöhung

Als Gründe für die Preiserhöhungen geben die Stromanbieter die gestiegenen Beschaffungskosten oder die erhöhten Kosten im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) an. Doch das Argument der erhöhten Beschaffungskosten stößt bei Verbraucherschützern auf Kritik, denn die Großhandelspreise für Stromverkäufer und Großkunden sind im vergangenen Jahr deutlich günstiger geworden. Die Energieversorger wiederum verweisen darauf, dass der Strom in der Regel für mehrere Jahre im Voraus eingekauft wird.

Verbraucher sollten Stromanbieter wechseln

"Sowohl die Beschaffungsstrategie als auch die erhöhten EEG-Kosten können für die Energieversorger ein Problem darstellen", sagt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.de. "Eine Möglichkeit ist, dieses Problem in Form von Preissteigerungen an die Verbraucher weiterzugeben. Doch die Verbraucher müssen das nicht hinnehmen und können zu Stromanbietern mit anderen Strategien und günstigeren Preisen wechseln."

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