Dem Einbrecher die Hauptsaison vermiesen

Ich bin ja eigentlich nicht der ängstliche Typ, aber in einer Beziehung habe ich ein wenig eine Paranoia entwickelt: dem Einbruch ins Haus. Denn vor einiger Zeit hat mir ein Kriminalbeamter in Köln eindrucksvoll demonstriert, wie er mit einem einfachen Schraubenzieher ungelogen binnen drei Sekunden ein Kippfenster ausgehebelt hatte. Danach war die Paronia geboren. Und seitdem stelle ich mir immer die Frage nach der sicheren Tür und dem sicheren Fenster.
Kosten können explodieren
Allerdings ist das keine ganz billige Angelegenheit. Fallbeispiel: Wohnungstüre. Wie es sich gehört – und ich es ja in meinen Büchern auch schreibe – habe ich mich zunächst intensiv informiert, was gut ist und dann im Anschluss insgesamt fünf Schlosser angeschrieben, um ein Angebot zu erhalten. Ich kenne Menschen, die halten das Auswechseln eines Schlosses für extrem schnell verdientes Geld. Nur zwei Betriebe wollten aber offensichtlich schnell viel Geld verdienen – und sendeten mir ein Angebot.
Zunächst interessierte ich mich für einen Panzerriegel und ein ausgewechseltes Wohnungstürschloss. Beide Handwerker kamen vorbei, schauten es sich an, empfahlen vergleichbare Aktionen – und lagen am Ende 300 Euro auseinander. 700 Euro bei Handwerker A, 1.000 Euro bei Handwerker B. Das ist doch schon mal ein happiger Unterschied – der einerseits beweist, dass das Einholen von Angeboten wichtig ist, andererseits auch, dass ich offensichtlich Glück mit der Auswahl der angeschriebenen Anbieter hatte. Denn es hätten ja mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in etwa gleich hohe Angebote dabei herauskommen können.
Nun gut: 700 Euro fand ich dann dennoch ein wenig zu hoch und entschied mich zum Downsizen der Sicherheitsmaßnahme. Ein vernünftiges Schloss, nebst speziell gesichertem Blech sollte die stabil-schwere Tür gut sichern – hier fielen allerdings die Aussagen der Handwerker auch eher dürftig aus. Ich habe durch den Angebotsvergleich herausgefunden, dass es offensichtlich Schließbleche mit besonders tief sitzenden Schrauben gibt. Das Internet übrigens hat mir hier überhaupt nicht weitergeholfen. Das Downsizen hatte einen ganz gewaltigen finanziellen Effekt: 300 Euro bei Handwerker A und 500 Euro (nach einem bisschen verhandeln) bei Handwerker B. Die Leistung wirkt nahezu identisch, Handwerker A hat sogar noch einen Zylinder mit Schlüsselkarte dazu. Aber ist sie es tatsächlich?
Die Quintessenz: Wer kann mir mal eine wirklich gute – und unabhängige – Website verraten, bei der mir zum Beispiel der Unterschied zwischen verschiedenen Schließzylindern erklärt wird? Oder einfach nur, wann welche Sicherung Sinn macht. Und die zweite Schlussfolgerung: Vergleiche immer, wenn es um Handwerkerleistungen geht. Was für Erfahrungen haben Sie gemacht?