Mittwoch, 16.09.2009 | Autor: heihec

Bundeskartellamt durchleuchtet Fernwärmesektor

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News: Das Bundeskartellamt hat eine Untersuchung des Fernwärmesektors in Deutschland eingeleitet und in den letzten Tagen umfangreiche Auskunftsbeschlüsse an 30 Fernwärmeversorger verschickt.

Etwa fünf Millionen Haushalte nutzen die Fernwärme und deshalb liegt sie auch auf Platz drei der am häufigst verwendeten Heizmittel in Deutschland. Doch, da die Fernwärmeanbieter innerhalb ihres Leistungsnetzes oft die Einzigen sind, ist der Verbraucher an ein Unternehmen in der Umgebung gebunden und dies eröffnet den Anbietern Preissetzungsspielräume. Nun will das Bundeskartellamt mit der Untersuchung des Fernwärmesektors für mehr Struktur- und Preistransparenz sorgen.

Auswahl der Fernwärmeanbieter

Die rund 30 befragten Unternehmen wurden vom Bundeskartellamt nicht wegen eines konkreten Verdachts ausgewählt, sondern im Hinblick auf deren Größe, Kundenzahl und Gesellschaftsstruktur. Des Weiteren spielten auch geographische und gebietsstrukturelle Kriterien dabei eine Rolle. Die Preishöhe war mangels Transparenz der Preise kein Auswahlkriterium.

Ziel der Untersuchung

Von der Untersuchung verspricht sich das Bundeskartellamt mehr Struktur und Preistransparenz auf den Fernwärmemärkten. So soll im Rahmen einer Vergleichsanalyse festgestellt werden, welche Unternehmen besonders teuer und welche besonders günstig sind. Dabei wird das Bundeskartellamt auch die Leitungsnetze und die Art der Energieerzeugung berücksichtigen.

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