Montag, 19.09.2016 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Inga Nielsen - Fotolia.com

Brandschutz: Worauf Sie als Eigentümer achten sollten

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Worum geht´s
  • Brandschutz schon beim Bau einplanen
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Jährlich ereignen sich in Deutschland circa 230.000 Brände in Immobilien. Hohe Sachschäden und vor allem die hohe Zahl an Todesopfern und Verletzten sind alarmierend. Viele Unglücksfälle hätten sich durch vorbeugende Maßnahmen vermeiden lassen.  

Angesichts der hohen Anzahl an Bränden in Deutschland sollten Immobilieneigentümer dem Brandschutz größere Aufmerksamkeit schenken. Experten des Bauherren-Schutzbundes e.V. raten dazu, schon beim Bau Vorsorge zu treffen. Gleiches gilt für Hauseigentümer, die modernisieren oder um- und ausbauen möchten.

Welche Brandschutzanforderungen Ihr Haus erfüllen muss 

In Gebäudeklasse 1 und 2 - dazu gehören in der Regel Ein- und Zweifamilienhäuser - werden zwar baurechtlich keine Anforderungen an Feuerwiderstände und Ausbildung der Fluchtwege gestellt. Dem Brandschutz gebührt trotzdem große Aufmerksamkeit. So ist eine feuerhemmende Bauweise der Wände empfehlenswert.

Kaminofen: Halten Sie den Mindestabstand ein 

Private Bauherren sollten zudem im Blick haben, dass beim Einbau von Kaminöfen sowie Geräten und Leitungen, an denen hohe Temperaturen erreicht werden können, Mindestabstände zu brennbaren Materialien eingehalten werden müssen.

Das gilt auch für Dunstabzugsrohre und Schornsteine, deren Materialwahl, Mindestabstände und Ausführung in der DIN 18160, den Bauordnungen und Feuerungsverordnungen der Länder geregelt sind.

Rauchmelder sind ein Muss, Feuerlöscher meist nur ein Kann 

Die BSB-Experten verweisen darauf, dass im Brandfall nur wenige Minuten Zeit bleiben, um bei ausreichenden Sicht- und Atembedingungen zu fliehen. Rauchmelder und Feuerlöscher können hier zum Lebensretter werden. Rauchmelder schlagen im Brandfall mit einem lauten Warnton Alarm. Ihr Einbau ist dringend empfehlenswert und bereits in den meisten Bundesländern bereits Pflicht.

Beim Kauf von Feuerlöschern ist der Rat eines Fachhändlers einzuholen und auf die angegebene Brandklasse zu achten. Wichtig ist die regelmäßige Wartung der Geräte durch einen Fachbetrieb.

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Topstory: Das Feuer im eigenen Haus ist ein echter Albtraum. Für den Neubau gibt es Verordnungen und Regeln, um diesen Ernstfall zu vermeiden. Denn gerade bei einem Altbau beschleicht doch so manchen Eigentümer das ungute Gefühl, dass da nicht alles wirklich brandsicher ist. Dabei lässt sich hier was sinnvoll nachrüsten, um den Betrieb und die Instandhaltung des Gebäudes so zu sichern, wie es der Gesetzgeber fordert.
Ein minutenlanger schriller Pfeifton, der einem durch Mark und Bein fährt – und nicht mehr aufhört: Der Rauchmelder ist angesprungen und kurz darauf steht auch schon die Feuerwehr vor der Tür. Feuer? Fehlanzeige. Zum Glück! Dennoch besteht die Feuerwehr auf das Geld für den Einsatz. Sie dagegen wollen vom Mieter Geld für die eingetretene Wohnungstür.
Mit dem Jahreswechsel 2016 hat sich auch wieder die Pflicht ausgeweitet, Rauchmelder einzubauen. In Neubauten sind sie nun deutschlandweit, außer in Brandenburg und Berlin, Pflicht.  In Bestandsbauten in Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pflalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. In Berlin soll die Rauchwarnmelderpflicht noch dieses Jahr kommen. Da der Rauchmeldereinbau mit Kosten verbunden ist, stellt sich zwangsläufig die Frage: Ist das eigentlich absetzbar?
Rauchmelder retten Leben. Schon deshalb schaffen sich immer mehr Immobilienbesitzer diese Art von Lebensretter an. Teilweise freiwillig, teilweise weil in ihrem Bundesland bereits eine Rauchmelderpflicht existiert.   Doch nicht jeder Rauchmelder hält, was er verspricht. Die entscheidenden Unterschiede bestehen bei der Lautstärke, der Handhabung und der Robustheit.

 meineimmobilie.de-Tipp

Im Fall eines Brandes sollten Sie umgehend einen Notruf absetzen. Bringen Sie sich zuvor jedoch selbst erst einmal in Sicherheit.

 

Weil Rauch nach oben steigt, sollte Ihr Fluchtweg immer Richtung Bodennähe gehen! Damit sich das Feuer nicht noch mehr ausbreiten kann, sollten Sie Türen und Fenster geschlossen halten.  

 

Zuströmender Sauerstoff facht die Flammen zusätzlich an. Ist der Rettungsweg durch den Hausflur durch Flammen oder Rauch versperrt, können Sie die Wohnungstür mit feuchten Tüchern gegen eindringenden Rauch abdichten.