Freitag, 11.09.2009 | Autor: mb

Brandschutz rettet Leben

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News: Ein Kurzschluss, eine niedergebrannte Kerze oder eine vergessene Zigarette: Brände entstehen schnell. Umso wichtiger ist es, dass die Hausbewohner rasch alarmiert werden, wenn es brennt. Die richtigen Baumaterialien verhindern zudem, dass der Brand zur tödlichen Falle für die Bewohner wird.

Ohne den richtigen Brandschutz in Wohnung und Haus kann ein Feuer schnell zur tödlichen Falle werden. Wie der Verband Privater Bauherren (VPB) in einer Pressemitteilung schreibt, sterben jedes Jahr fast 800 Menschen in Deutschland bei Wohnungsbränden, rund 5.500 Brandopfer werden schwer verletzt. Auf drei Milliarden Euro beziffern Fachleute laut VPB den Schaden, der bei den insgesamt 240.000 Bränden entsteht.

Neben den üblichen Vorsichtsmaßnahmen, wie z. B. Kerzen nicht unbeaufsichtigt brennen zu lassen, sollten Hausbesitzer noch weitere Schritte unternehmen. Dazu zählen Rauchmelder in allen Wohn- und Schlafräumen, aber auch bauliche Maßnahmen am Haus. Brandschutz beginne bereits bei der Planung, so der VPB. Dabei ist auf die Bauvorschriften des jeweiligen Bundeslandes zu achten, die auch Bestimmungen zum Brandschutz enthalten.

Grundsätzlich müssen Architekten alle Gebäude so planen, dass Brände gar nicht erst entstehen und ein eventueller Brand sich nicht ausbreiten kann, heißt es in der Pressemitteilung des VPB. Auch ausreichend breite und befestigte Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge sind überall gesetzlich vorgeschrieben. Damit der entstehende Neubau auch allen Vorschriften entspricht und überdies nur zugelassene Baumaterialien verwendet werden, rät der VPB privaten Bauherren zur sorgfältigen Prüfung ihrer Bauunterlagen. Vor allem Hauskäufer, die sich für ein schlüsselfertiges Objekt interessieren, sollten die Baubeschreibungen vor Vertragsabschluss von einem unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen. Nur so können sie böse Überraschungen und teure Nachbesserungen beim Brandschutz vermeiden.

Obwohl der Brandschutz ein wichtiges Thema ist, wird der Bauherr damit weitgehend alleine gelassen, warnt der VPB. Der Verbraucherschutzverband knüpft mit seiner Kritik an Missstände an: So fordern die Gesetzgeber zum Beispiel in einer Reihenhausanlage, die nach dem Wohneigentumsgesetz (WEG) geteilt ist, nur geringe Brandschutzanforderungen. Wird die bautechnisch identische Anlage aber real geteilt, steht also jedes Haus formal auf seinem eigenen Grundstück, dann gelten unter Umständen andere Brandschutzanforderungen. Haftungsprobleme kommen eventuell auch auf Hausbesitzer zu, wenn eine bestehende, nach WEG gebaute Reihenhausanlage erst Jahre nach dem Bezug real geteilt wird. Dann können möglicherweise am selben Haus erheblich höhere Brandschutzanforderungen gelten als vorher - und der Hausherr haftet dafür. Der Verband rät in solchen Fällen umgehend einen unabhängigen Sachverständigen hinzuzuziehen. Dieser klärt, was der Hausherr veranlassen, wo und wie er gegebenenfalls nachrüsten muss. Rat wissen auch die zuständigen Bauämter sowie die eigene Versicherung.

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