Montag, 08.10.2012 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Brandschutz in den eigenen vier Wänden

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
Worum geht´s
  • Brandschutz rettet Leben
  • Feuerlöscher und Rauchwarnmelder gehören in jeden Haushalt
Stichworte zu diesem Thema

Die Tage werden kürzer und die Abende länger: Der Herbst kehrt in Deutschland ein und damit startet auch die Saison der Kerzen, wärmende Kaminfeuer und heimelige Beleuchtung. Das Risiko der Brandgefahr steigt, doch um den Brandschutz in den eigenen vier Wänden ist es in der Regel schlecht bestellt. Informationen rund um den Brandschutz.

Vergessene Kerze, Zigarettenasche im Papierkorb oder Funkenflug aus dem offenen Kamin: Brandursachen gibt es viele. Doch um den Brandschutz machen sich Immobilieneigentümer in der Regel nur wenige Gedanken. Nach einer aktuellen Pressemitteilung des TÜV Rheinlands seien in nur elf Prozent der Haushalte Rauchwarnmelder vorhanden, Feuerlöscher sogar in nur zwei Prozent.

Brandschutz-Maßnahmen für nächtliche Brände

Eine besondere Gefahr geht von nächtlichen Bränden in den eigenen vier Wänden aus, denn den beißenden Rauch, der für die meisten Gesundheitsschäden und Todesfälle bei Bränden verantwortlich ist, bemerken Schläfer oft nicht. Rauchwarnmelder reagieren auf Verbrennungsprodukte oder brandtypische Schwebstoffe in der Luft und schrecken mit ihrem lauten Warnton Schläfer zuverlässig auf. „In zehn Bundesländern sind Rauchmelder bereits in den Landesbauordnungen vorgeschrieben. Aber auch wo sie keine Pflicht sind, sind sie eine sinnvolle Investition in die eigene Sicherheit. Für einen normalen Haushalt belaufen sich die Kosten für Rauchmelder in allen Schlafräumen, im Flur und im Treppenhaus auf etwa 100 Euro“, erklärt Michael Jörn.

Der richtige Brandschutz für das Eigenheim

Ob Raucher oder Schwerhöriger – Rauchwarnmelder gibt es für jedes Bedürfnis. Einen Wärmemelder empfiehlt der Experte vom TÜV Rheinland für Wohnungen, in denen geraucht wird. Der Wärmemelder löst nämlich erst einen Warnton aus, wenn die Temperatur unter der Zimmerdecke auf etwa 60 Grad Celsius steigt. Leben schwerhörige Personen im Haushalt, kann die Anschaffung von Rauchwarnmeldern sinnvoll sein, die den Warnton mit einem sichtbaren oder fühlbaren Signal, beispielsweise Vibration, kombinieren.

Feuerlöscher für kleinere Brände

Wird ein Brand frühzeitig entdeckt, kann er oft mit einem Feuerlöscher gelöscht werden. „In Privathaushalten ist pro Etage ein Handfeuerlöscher mit sechs Kilogramm Löschmittel ausreichend“, erläutert Michael Jörn. Feuerlöscher gibt es mit den unterschiedlichsten Löschmitteln. Die Auswahl reicht von Wasser über Schaum und Pulver bis zu Kohlendioxidlöschern. Der Experte empfiehlt den Wasserlöscher, denn im Vergleich zu einem Pulverlöscher verursache Wasser weniger Verunreinigungen. Kohlendioxidlöscher arbeiten mit einem Stickgas, das schwerer ist als Luft. Es sinkt zu Boden und sollte daher in tiefer gelegenen, schlecht belüfteten Räumen nicht benutzt werden. Bei einem Fettbrand in der Küche dürfen Wasserlöscher allerdings nicht eingesetzt werden, da sollte zum Deckel oder einer Decke gegriffen werden.

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News: Ein Kurzschluss, eine niedergebrannte Kerze oder eine vergessene Zigarette: Brände entstehen schnell. Umso wichtiger ist es, dass die Hausbewohner rasch alarmiert werden, wenn es brennt. Die richtigen Baumaterialien verhindern zudem, dass der Brand zur tödlichen Falle für die Bewohner wird.
Topstory: Wer zu Weihnachten die Kerzen am Christbaum anzündet, sollte einen Feuerlöscher griffbereit haben. Selbst eine harmlose kleine Flamme kann die Gardinen in Brand setzen oder Möbel ankokeln. Unachtsamkeit mit offenem Feuer kann die Hausbewohner teuer zu stehen kommen, denn bei Fahrlässigkeit zahlt die Versicherung den Brandschaden nicht.

 meineimmobilie.de-Tipp

Im Fall eines Brandes sollten Sie umgehend den Notruf alarmieren. Zudem gilt es, sich selbst und andere in Sicherheit zu bringen. Rauch steigt nach oben. Daher ist in einer verrauchten Umgebung die Flucht in Bodennähe sinnvoll. Um das Feuer am Fortschreiten zu hindern, sollten Türen und Fenster geschlossen gehalten werden. Zuströmender Sauerstoff facht die Flammen zusätzlich an. Ist der Rettungsweg durch den Hausflur durch Flammen oder Rauch versperrt, kann die Wohnungstür gegen eindringenden Rauch mit feuchten Tüchern abgedichtet werden.