Blauer Engel für Energiesparlampen

Ab dem 1. September verschwinden in der zweiten Stufe der EG-Verordnung alle Glühlampen mit mehr als 60 Watt aus den Regalen. Um Kunden die Orientierung im Energiesparlampen-Wirrwarr zu erleichtern, wurde das Umweltzeichen "Blauer Engel"entwickelt.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Umweltbundesamt (UBA) fordern deshalb nun die Hersteller auf, den "Blauen Engel" für die Kunden zu verwenden. "Der Blaue Engel steht für Qualität und erleichtert den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Suche nach der richtigen Lampe. Das müsste eigentlich auch im Interesse der Hersteller sein", so Dr. Evelyn Hagenah, Abteilungsleiterin "Nachhaltige Produkte und Konsummuster" vom UBA.
Noch wenige Kennzeichnungen mit "Blauem Engel"
Viele Hersteller halten sich noch zurück mit dem "Blauen Engel" auf der Verpackung der Energiesparlampen. Das "Blaue Engel"-Logo nehme zu viel Platz ein, eine extra Verpackung für den deutschen Markt sei zu teuer und die gesetzlichen Bestimmungen doch ausreichend. "Bei der Größe des deutschen Marktes sind diese Argumente nicht nachvollziehbar", kritisiert vzbv-Vorstand Gerd Billen. Auch der Verweis der Hersteller auf die CE-Kennzeichnung sei nicht überzeugend. "Für Verbraucher hat diese Kennzeichnung keine Aussagekraft, da die Vergabe nicht durch unabhängige Dritte kontrolliert wird."
meineimmobilie.de-Tipp:Energiesparlampen enthalten wenige Milligramm Quecksilber und dürfen nicht in den normalen Hausmüll. Verbraucherinnen und Verbraucher können ausgediente Lampen auf den Recyclinghöfen der Städte und Gemeinden kostenlos abgeben. Vereinzelt ist dies auch beim Handel möglich.