Montag, 31.08.2009 | Autor: heihec

Beratungs-Test beim Energiesparlampenkauf

News: Nun verschwinden die 100-Watt Glühbirnen aus den Regalen und werden durch Energiesparlampen ersetzt. Doch der Einzelhandel hat sich noch nicht wirklich auf diese Umstellung vorbereitet. Dies geht aus einem Beratungs-Test beim Energiesparlampenkauf hervor.

Wenn ab 1.9.09 keine 100-Watt Glühlampen in den Regalen stehen, tappt der Verbraucher beim Ersatz durch Energiesparlampen meist im Dunkeln. Ein Markt-Check der Verbraucherzentrale NRW in 222 Geschäften in 34 Städten erwies, dass die Verkäufer schlecht vorbereitet sind.

"Der begrüßenswerte Vorstoß der EU-Verordnung, Energiefressern bei Haushaltslampen den Saft abzudrehen, darf nicht durch mangelhafte Beratung im Handel konterkariert werden", fordert NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller kundenorientierte Verbraucherinformationen.

Die Ergebnisse des Beratungs-Tests

Die Verbraucherzentrale inszenierte in 54 Baumärkten, 27 Möbel- und Einrichtungshäusern, 40 Kaufhäusern, 29 Lampenfachgeschäften und 49 Elektrofachgeschäften sowie bei 23 Drogerie- und Verbrauchermärkten ein Verkaufsgespräch zu dem Umstieg auf die Energiesparlampen. Die Kunden wollten dabei beispielsweise wissen, welche Angaben Aufschluss geben, dass die vorgeschlagene Energiesparlampe adäquaten Ersatz für das Auslaufmodell 100-Watt-Glühbirne biete. 72 Prozent der getesteten Geschäfte konnten auf diese Frage nicht antworten und selbst in 29 besuchten Lampenfachgeschäften wussten gerade acht Verkäufer, dass der Lumenwert auf der Verpackung maßgeblich für die Helligkeit der Lampe steht.

Auf die Frage, wie viel Watt eine Energiesparlampe mindestens haben müsse, um eine 100-Watt-Glühlampe zu ersetzen, konnten zwei Drittel (68 Prozent) aller besuchten Geschäfte mit 20-Watt richtig antworten. Schlecht schnitten hier allerdings die Drogerie- und Verbrauchermärkte ab. In den Lampenfachgeschäften wurden die Kunden mit 86 Prozent am besten beraten.

Auch die Verbraucherinformationen lassen zu wünschen übrig. In 30 Prozent der Geschäften wussten die Verkäufer nicht, dass die Energiesparlampen wegen des Quecksilberanteils unbedingt in den Sondermüll gehören.

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