Montag, 04.01.2010 | Autor: joestr/mb

Befallenes Holz im Haus

Holzwurm, Holzbock oder Blättling. Holz ist ein natürlicher und schöner Baustoff, aber leider auch anfällig für Schädlinge. Tipps rund um die bekanntesten Holzschädlinge.

Typische Fraßspuren des Schädlings Holzwurm

Aufgrund des gesunden Raumklimas und einer Vielzahl weiterer positiver Eigenschaften steigt gerade in der Fertigbauweise die Nachfrage nach Holzhäusern enorm. Aber auch in der konventionellen Bauweise wird Holz häufig eingesetzt.

Hier finden vor allem bei Steildächern Holzbalken Verwendung, die das Dach abstützen und die Dacheindeckung tragen. Aber auch bei Fensterrahmen und Türen geht der Trend inzwischen wieder zum Holz.

Holzwurm ist bekanntester Holzschädling

Aber leider hat dieses Material auch seine Tücken. Da Holz ein natürlicher Nist- und Nahrungsplatz für Bakterien und Insekten ist, kommt es immer wieder zu Schädlingsbefall.

Am bekanntesten ist der Holzwurm, der winzige Gänge durch Balken und Bretter bohrt. Ob dieser Gast in einem Haus anwesend ist, zeigt sich anhand der Spuren von Holzmehl auf dem Boden.

Typische Fraßspuren des Schädlings Holzbock

Ein ebenso gefährlicher Schädling ist der Holzbock. Er begnügt sich allerdings nicht mit kleinen Gängen, sondern frisst etwa einen Zentimeter große ovale Löcher ins Holz.

Bei einem Verdacht auf Holzbock oder Holzwurm muss ein Fachmann ran. Die Bekämpfung und Sanierung ist bei beiden Schädlingen unbedingt notwendig, aber auch aufwendig.

Problemfall Schädling Blättling

Feuchtigkeit ist der Freund vieler Schädlinge. Dabei erweist sich feuchtes Holz nicht nur als Bodensatz für Schimmel. Auch Pilze, wie der Blättling, bilden darauf ihre Fruchtkörper. Wenn die ersten sichtbaren Anzeichen für den Blättling auftauchen, ist es häufig schon zu spät: Im Inneren des Holzes ist dann durch die jahrelange Fäule ein nicht mehr behebbarer Schaden entstanden.

Innenfäule entsteht beispielsweise bei Holzfensterrahmen sehr häufig deshalb, weil bei der Herstellung zu feuchtes Holz verwendet wurde. Die anschließend aufgebrachte Lackschicht versiegelt das Material und verhindert das Austrocknen. Die Feuchtigkeit ist somit eingeschlossen und beginnt das Holz von innen zu zerstören.

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Foto: Sebastian Fery / Haufe
Foto: Sebastian Fery / Haufe

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Jörg Stroisch arbeitet als selbstständiger und freier Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind informative Ratgeberartikel rund um die privaten Finanzen, insbesondere über die Themengebiete Immobilien, Vorsorge ...
Jörg Stroisch

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Kontrollieren Sie Ihr Haus regelmäßig auf Holzschädlinge. Naturgemäß ist bei rechtzeitigem Erkennen von Holzschädlingen die Beseitigung einfacher und kostengünstiger.