Donnerstag, 20.03.2008 | Autor: heihec

Bayern liegt bei Baukraft vorne

News: In Bayern wächst der Wohnbau am stärksten. Das zeigt eine aktuelle Baukraftberechnung des Direktmarketingunternehmens Acxiom. Demnach liegen auf den Plätzen zwei und drei der durchschnittlichen Baukraft je Einwohner Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.

Acxiom möchte mit seiner Baukraftberechnung Vergleiche beim Wohnbau ermöglichen. Mit einem Index-Wert von 118 liegt Bayern erhielt demnach einen Indexwert von 118, Niedersachsen 113 und Rheinland-Pfalz 111.

Die durchschnittliche Baukraft je Einwohner liegt in Bayern somit um 18 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Unterdurchschnittliche Index-Werte weisen insbesondere die neuen Bundesländer und die Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und Bremen auf.

Deutliche Unterschiede der Baukraft zwischen Ost- und Westdeutschland

In den alten Bundesländern ergibt sich ein differenzierteres Bild: Hohe Baukraft-Volumina werden vor allem für Bayern, Niedersachsen, das nördliche Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz errechnet. Auffällig sind die alten Industrie-Regionen des Ruhrgebietes und des Saarlandes, die unter Abwanderung und den Folgen des wirtschaftlichen Strukturwandels leiden.

Außerdem wird deutlich, dass in vielen Großstädten ? wie zum Beispiel Hamburg, Köln, Stuttgart, Nürnberg und Berlin ? im Vergleich zum Umland nur niedrige Index-Werte erreicht werden. Verantwortlich dafür ist das wenig vorhandene Bauland in den Kernstädten. Im Einzugsgebiet der Großstädte werden allerdings deutlich mehr Baugebiete gezählt.

Deutliche Abweichungen auf Gemeindeebene

Auch bei Betrachtung der Baukraft-Volumina auf Gemeindeebene zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Klarer Spitzenreiter hinsichtlich der Baukraft-Prognose Wohnbau ist Ingolstadt mit einem Index-Wert von 147,5.

Es folgen Regensburg (131,0), Paderborn (126,0) und München (119,8). Unter den zehn Gemeinden mit der höchsten Baukraft je Einwohner befinden sich fast ausschließlich westdeutsche Klein- und Mittelstädte.

Nichtwohnbau: Ostdeutschland liegt vorne

Ein anderes Bild zeigt sich im Teil Nichtwohnbau. Obwohl nur etwa ein Viertel des gesamten Baukraft-Volumens auf die neuen Bundesländer entfällt, werden in Ostdeutschland oft höhere Pro-Kopf-Indexwerte als in Westdeutschland erreicht. Mit Ausnahme von Regensburg liegen die fünf Gemeinden mit der höchsten Baukraft je Einwohner hier alle in den neuen Bundesländern.

Hohe Baukraft-Volumina werden insbesondere für Städte von überregionaler Bedeutung mit großen Einzugsgebieten prognostiziert. Ursache für die stark überdurchschnittlichen Pro-Kopf-Werte ist die Durchführung öffentlicher Bauvorhaben, sowie die Konzentration gewerblicher Bauaktivität in diesen Ballungsräumen.

Kommentare (0)

Kommentieren, ergänzen Sie jetzt den Artikel oder geben Sie dem Autor Feedback. Einfach anmelden und losschreiben.

 meineimmobilie.de-Tipp


Für Sie als Immobilienbesitzer und -bauer können die Daten ein interessanter Überblick über den örtlichen Markt bedeuten. Wenig Baukraft kann entweder fehlende Grundstücke oder eine Abwanderungslage bedeuten.