Donnerstag, 17.09.2009 | Autor: mb

Barrierefrei ins Eigenheim

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News: Barrierefreiheit in den eigenen vier Wänden betrifft vor allem ältere Personen. Eigentümer sollten früh genug an den altersgerechten Umbau ihrer Wohnung denken.

Eine eigene Immobilie zu kaufen, gehört für viele Deutsche zur Altersvorsorge. Bereits bei der Planung für den Bau oder die Umgestaltung der Wohnung sollten die Eigentümer auf Barrierefreiheit achten. Dazu rät der TÜV Rheinland in einer aktuellen Pressemitteilung. Mit steigendem Alter, aber auch durch Krankheit oder einen Unfall, kann die Bewegungsfreiheit so stark eingeschränkt sein, dass jede Treppenstufe, Schwelle oder zu schmale Tür zur Herausforderung wird.

Statt einer Badewanne mit hohem Rand sollten die Eigentümer lieber eine ebenerdige Dusche einbauen lassen - und eine Toilette mit erhöhtem Sitz. Wer seine Wohnung oder sein Haus entsprechend umrüsten will oder einen Neubau plant, sollte sich Expertenrat einholen. "Fachplaner für barrierefreies Bauen sollten nicht nur Erfahrung im barrierefreien Umbauen haben, sondern sie müssen auch in der Lage sein, die baulichen Maßnahmen entsprechend dem individuellen Krankheitsbild des Betroffenen umzusetzen", sagt Michael Reichmann vom TÜV Rheinland.

Barrierefreiheit hilft Gehbehinderten und Sehgeschwächten, außerdem ermöglicht sie auch bei Pflegebedürftigkeit ein Wohnen zu Hause. Nach Angaben des TÜV bezuschusst die Pflegeversicherung auf Antrag "Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung" nach § 40 Abs. 4 SGB XI, sobald die Pflegestufe des Betroffenen festgestellt worden ist. Wer Rat und Hilfe beim Bau oder Umbau von barrierefreien Wohnungen sucht, sollte sich an ausgewiesene Fachleute wenden. Architektenkammern und Wohnungsberatungsstellen für ältere und behinderte Menschen geben Hinweise auf geeignete Planer.

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