Donnerstag, 30.04.2009 | Autor: mb

Asbest muss fachgerecht entfernt werden

Seit 30 Jahren ist bekannt, dass Asbest der Gesundheit schadet. Immer noch steckt der Giftstoff in vielen Gebäuden. Wer sein Hausdach erneuern oder die Fassadenverkleidung auswechseln will, sollte auch an eine fachmännische Schadstoffuntersuchung denken - denn Asbest darf nur von Profis entfernt werden.

In vielen Altbauten, aber auch in neueren Häusern ist immer noch gesundheitsschädliches Asbest vorhanden - oft auch, ohne dass die Besitzer oder Bewohner etwas davon wissen. Wer sein Haus renovieren will, sollte deshalb unbedingt einen Sachverständigen beauftragen, der vor der Sanierung feststellt, ob beim Bau asbesthaltige oder andere schädliche Stoffe verwendet wurden. Wird Asbest gefunden, müssen die betroffenen Teile von einem Profi ausgebaut und entsorgt werden. Darauf weist der Verband Privater Bauherren e. V. (VPB) in einer Pressemitteilung hin.

Auch relativ neue Häuser können Asbest enthalten

"Bis in die 1980er Jahre hinein wurde Asbest verbaut, in Fassaden, Dächern, Dämmstoffen und Klebern. Bis 1991 durfte es noch in Form von Asbestzementprodukten eingebaut werden", erläutert Thomas Penningh, Architekt und VPB-Vorsitzender. "Auch relativ neue Häuser können durchaus betroffen sein."

Hausbesitzer, die Sanierungsarbeiten an ihrer Immobilie selbst erledigen möchten, sollten nach Ansicht des VPB das Gutachten eines Sachverständigen einholen, damit sie schwerwiegende Probleme wie Asbest und deren gesundheitliche Folgen nicht unterschätzen. "Schadstoffe werden inzwischen vom Gesetzgeber sehr ernst genommen", mahnt Penningh. "Das sollten private Bauherren auch tun." Der Ausbau von asbesthaltigen Bauteilen sei kein Job für den Heimwerker. Im Gegenteil: Der Bauherr ist verpflichtet, Spezialfirmen damit zu beauftragen. Auch die Entsorgung und Lagerung des Baustoffes nach dem Ausbau wird genau dokumentiert.

Vorsicht beim Verkauf

Ein Gutachten sollte auch dann erstellt werden, wenn der Besitzer sein Haus verkaufen möchte. Denn der Verkäufer ist verpflichtet, Kaufinteressenten über eine Schadstoffbelastung im Haus zu informieren. Tut er das nicht, kann er nach Angaben des VPB zur Zahlung der Sanierungskosten verurteilt werden.

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