Dienstag, 18.08.2009 | Autor: heihec, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007

Abschied von der Glühbirne

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2007
News: Ab dem 1. September werden nach und nach die herkömmlichen Glühbirnen aus dem Verkehr gezogen und durch Energiesparlampen ersetzt. Eine Marktübersicht soll jetzt schon Verbrauchern den Überblick über die Energiesparlampen erleichtern.

Am 1. September wird die Glühbirne nach einem Beschluss der EU vom Markt genommen. Verbraucher müssen dann auf Energiesparlampen zurückgreifen. Ein neues Internet-Tool der EnergieAgentur NRW soll Verbrauchern mit einem detaillierten Überblick rund um die Energiesparleuchte den Wechsel erleichtern.

Marktübersicht für Energiesparlampen

"Wir wollen, dass sich die Verbraucher in Nordrhein-Westfalen frühzeitig auf diesen Wechsel einstellen können und zielsicher die für sie beste und kostengünstigste Lösung verwirklichen können. Deshalb schafft die EnergieAgentur in unserem Auftrag schon jetzt Markttransparenz", erklärte Wirtschaftsministerin Christa Thoben in einer Pressemitteilung.

Die Marktübersicht, der EnergieAgentur NRW, soll einen anwenderfreundlichen Überblick über die Produkte der fünf größten deutschen Energiesparleuchten-Hersteller bieten. Dort können sich Verbraucher eingehend über Nutzen, Typen und Lichtarten der neuen Leuchtengeneration informieren.

Energiesparlampen rentieren sich

Zwar kosten die Energiesparlampen etwas mehr als die herkömmlichen Glühbirnen aber diese Mehrkosten rentieren sich durch die längere Lebensdauer und die eingesparten Stromkosten. Hält eine Glühlampe nur maximal 2000 Stunden, bringt es die Energiesparleuchte auf 6000 bis 15.000 Stunden.

Und auch die Umwelt freut sich, denn bei der Umstellung aller privaten Haushalte in Deutschland von Glühlampen auf Energiesparleuchten wird sich der jährliche Stromverbrauch um 7,5 Milliarden Kilowattstunden reduzieren. Das entspricht einer Einsparung von 4,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Somit spart der Durchschnittshaushalt jährlich etwa 44 Euro bzw. 220 Kilowattstunden.

Kommentare (3)

28.8.2009, 15:39 Uhr von Matulla Profil ansehen
Der Abschied von der alten Glühbirne wird in vielen Fällen auch ein Abschied von lieb gewonnenen Lampen sein, wo die neuen Spar-Glühbirnen nicht mehr passen. Gute Geschäftsaussichten für die Lampenindustrie
26.8.2009, 9:35 Uhr von reschke@tobgmbh.de Profil ansehen
man sollte ein paar "kleine, feine" Nachteile der Energiesparlampen nicht völlig verdrängen: - Sondermüll, da quecksilberhaltig - erhebliche Gesundheitsgefahr durch freigesetztes Quecksilber, z.B. bei Zerstörung des Glaskörpers durch Fall - unangenehmes Lichtspektrum - hohe Anschaffungskosten - geringe Lebensdauer, zumindest bei häufigem ein- und ausschalten (Eigenerfahrung bei Treppenhausbeleuchtung) - erhebliche Materialverschwendung, da bei Entsorgung immer der Sockel samt Starter mit entsorgt werden muss. Insofern können Anwender schon auch mal darüber nachdenken, sich rechtzeitig mit der guten alten Glühlampe einzudecken und die unnötige Zwangsumstellung zu boykottieren. Mal daran denken, dass die Entscheidung, das ach so unverständige Volk zu den Segnungen der "Energiesparlampen" zu verdonnern, von den gleichen Politikern kommt, die auch die Krümmung der Gurke in Gesetzestext fassten und die absolut kein geeignetes Mittel finden können oder wollen, um die Managergehälter und Boni bei steuergestützten Banken zu begrenzen.
18.8.2009, 13:57 Uhr von Stromsparen Profil ansehen
10.000 Euro an Stromkosten wurden beim Einsatz von 474 Energiesparlampen bei 19 verschiedenen Projekten im ersten Jahr der Anwendung bereits eingespart. Der Bericht dazu ist ersichtlich unter: http://meinekleine.kleinezeitung.at/999999/stories/350845/