Donnerstag, 12.03.2009 | Autor: mb

Warnung vor Rissen in Mauerwerk

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News: Im Fall des Kölner Stadtarchivs werden Risse im Mauerwerk als Ursache für den Einsturz vermutet. Private Immobilienbesitzer sollten ihr Haus regelmäßig auf Risse kontrollieren, rät ein Bauherrenverband. Manche Risse könnten tatsächlich schwerwiegende Folgen haben.

Risse mit mehr als 0,2 Millimeter Breite könnten gefährlich werden. "Wer solche Schäden im eigenen Haus entdeckt, der muss handeln. Er sollte umgehend einen Sachverständigen hinzuziehen und die Ursache für den Riss klären lassen", empfiehlt Reimund Stewen, Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros in Köln.

Unterschiedliche Ursachen für Risse

Risse im Mauerwerk können unterschiedliche Ursachen haben: Erdbeben, Tiefenbohrungen, problematische Böden, ein veränderter Grundwasserspiegel oder Baufehler. "Je nach Größe muss der Riss genauer untersucht werden, und nach dem Befund richten sich dann Art und Umfang der Sanierung", rät der Baufachmann.

Haarrisse sind harmlos

Harmlos seien dagegen sogenannte Haarrisse, heißt es in der Pressemitteilung. Darunter verstehen Bauexperten kleine feine Risse, die sich im Putz bilden. "Sie dürfen allerdings nicht breiter werden als 0,2 Millimeter", schränkt Bausachverständiger Stewen ein. "Alles, was weiter aufklafft, das muss näher begutachtet werden. Bei echten Haarrissen muss sich der Hausbesitzer keine Gedanken machen. Sie verändern sich in der Regel über Jahrzehnte nicht und sind allenfalls ein Schönheitsproblem."

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