Dienstag, 01.07.2008 | Autor: heihec/mb

Ursachen für Feuchtigkeitsschäden im Keller

News: Feuchte Keller stellen ein weit verbreitetes Problem dar. Doch nicht immer muss gleich teuer saniert werden. Eine fachmännische Bestandsaufnahme, die Ursache und Wirkung der Feuchtigkeit im Keller richtig einschätzt, wäre vor dem Sanierungsvorhaben von Vorteil.

Wenn sich die ersten Feuchtigkeitsschäden im Keller zeigen, sollte zunächst nicht ein Sanierungsunternehmen, sondern ein Sachverständiger beauftragt werden. Denn zu viel Feuchtigkeit im Keller oder auch in Souterrainwohnungen sind häufig auf Nutzungsfehler zurückzuführen.

Feuchtigkeitsquelle bestimmen

"Falls die Feuchtigkeitsquelle nicht eindeutig bestimmt wird, kann eine aufwändige und kostenintensive Sanierung durchaus für die Katz sein und das Schadensbild tritt einige Zeit später wieder auf", sagt DomoLytik-Institutsleiter Dr. Martin Pitschke.

Eine teure Komplettsanierung des Mauerwerks mit der Freilegung der Kelleraußenwände und dem Einbringen von Sperren etwa hilft gegen vertikal und horizontal von außen eindringendes Wasser, aber kann falsches Lüftungsverhalten und Feuchtigkeitskondensation an den Wänden nicht verhindern.

"Der Sachverständige führt eine genaue Ursachenanalyse durch, die dem Geschädigten Sicherheit gibt und mitunter sehr viel Geld spart, weil sie die erforderlichen Maßnahmen exakt definiert", betont Pitschke. "Außerdem kann der Fachmann auch die gesundheitliche Relevanz der möglichen Schimmelpilzbelastung für die Bewohner beurteilen und eine sichere Sanierung empfehlen."

Expertentipp: Richtig Lüften beugt vor

Gebäudeexperte Martin Pitschke rät vor allem dazu, regelmäßig Frischluft in Keller- und Souterrainbereiche zu lassen. "Grundsätzlich sollte zwei- bis dreimal täglich einige Minuten gelüftet werden, am besten mit Durchzug sowie weit geöffneten Fenstern und Türen."

In den Sommermonaten sollte nur in den kühlen Morgenstunden gelüftet werden. "Sonst holt man sich mit der warmen Außenluft mehr Feuchtigkeit in die Kellerräume und das Kondensationsproblem wird verstärkt, statt verhindert", erläutert Pitschke. Damit innerhalb des Kellers eine ausreichende Luftzirkulation stattfindet und die Wände trocken bleiben, sollten außerdem Möbel oder große Gegenstände mit mehreren Zentimetern Abstand zu den Wänden aufgestellt werden.

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