Montag, 04.02.2008 | Autor: heihec/jst

Tipps zur Badrenovierung

News: Für den einen ist es Retro-Chic, für den anderen eine böse Überraschung: Bei der Suche nach einer neuen Wohnung fällt vor allem das Badezimmer mit den Gestaltungstrends der vergangenen zehn, zwanzig oder noch mehr Jahre auf. Tipps zur Badrenovierung.

Mühsam Fliese für Fliese mit Bohrhammer und Meißel von der Wand schlagen, ist heute bei der Badrenovierung oft nicht mehr notwendig. Mittlerweile kann der Fliesenspiegel einfach mit neuen Fliesen überklebt werden. Wie das funktioniert verrät der ein Tipptext der Do-it-yourself Academy.

Fliesen auf Fliesen

Zuallererst müssen so Voraussetzungen für den Untergrund geschaffen werden: Der muss tragfähig, trocken, sauber, staub-, fettfrei, eben und frei von Aufklebern oder Anstrichen sein. So wird mit dem Gummihammer beim so genannten Klopftest überprüfen, ob die alten Fliesen noch festsitzen.

Ist dies nicht der Fall, dann müssen die lose Teile entfernt und die Lücke zugespachtelt werden. Im Bad muss zudem sichergestellt sein, dass in Spritzwasserbereichen die Abdichtung in Ordnung ist. Gibt es Feuchteschäden, muss die Abdichtung erneuert werden.

Alte Fliesen grundieren und abdichten

Im Anschluss werden die Fliesen gereinigt und mit einem geeigneten Haftgrund vorbehandelt, am besten mit einem Spezialkonzentrat für schwach bis nicht saugende, alte Fliesen. Dies macht den Belag griffig und bereit für die neuen Fliesen.

"Beim Aufbringen von Fliese auf Fliese wird ein flexibler Kleber benötigt", so Robert Raschke, Trainer der DIY Academy. "Durch die Kunststoffvergütung erhält der Kleber die Eigenschaft, kleine Bewegungen in den Untergründen auszugleichen, so dass Beläge nicht reißen."

Flexible Fliesenkleber zur Badrenovierung

Flexible Fliesenkleber auf Zementbasis gibt es als Trockenmischung, die mit Wasser angerührt werden. Wer nur eine kleine Ecke fliesen möchte, kann aber auch auf Fertigmischungen - so genannte Dispersionskleber - zurückgreifen, die direkt verarbeitet werden können.

Im nächsten Schritt wird der flexible Kleber mit Wasser angemischt und mit einer Spachtel oder Glättkelle vollflächig aufgezogen. Mit einer Zahnspachtel die Stelle anschließend durchkämmen. Wichtig dabei ist nur so viel Kleber aufzuziehen, wie innerhalb der offenen Zeit des Klebers mit Fliesen bestückt werden kann.

Die Fliesen sollten von oben nach unten angeklebt werden. Eine Richtschnur hilft beim Ausrichten der neuen Fliesen. Für ein exaktes Fugenbild können auch Fliesenkreuze eingesetzt werden.

Abschluss der Badrenovierung: Fugen schließen

Ist der Kleber der Fliesen getrocknet werden die Fugen mit flexiblem Fugenmörtel geschlossen. Dazu den Mörtel anmischen und abschnittsweise auf die Fläche bringen. "Mit dem Fugenbrett den Mörtel diagonal zum Fugenverlauf verteilen, damit erreicht man die optimale Füllung", rät Trainer Raschke.

Überschüssiges Material am besten sofort entfernen. Sobald der Fugenmörtel in den Fugen matt antrocknet, den Fliesenspiegel mit leicht angefeuchtetem Schwamm oder Schwammbrett reinigen. Wichtig wäre überall, wo Bewegungen entstehen können, die Fugen mit elastischem Sanitär-Silikon zu füllen. Dies betrifft vor allem Eckfugen, Anschlussfugen an Sanitärobjekten, Dehnungsfugen bei großen Bodenflächen und Trennfugen bei unterschiedlichen Bodenbelägen.

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Foto: Sebastian Fery / Haufe
Foto: Sebastian Fery / Haufe

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Jörg Stroisch arbeitet als selbstständiger und freier Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind informative Ratgeberartikel rund um die privaten Finanzen, insbesondere über die Themengebiete Immobilien, Vorsorge ...
Jörg Stroisch

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Fliesen verlegen ist dennoch eine Geduldsarbeit. Sie sollten darauf achten, dass nichts buckelig wird - und das fällt Laien oft schwer. Sorgen Sie bei den Arbeiten auch dafür, dass Sie den Renovierungsdreck nicht mit in die restliche Wohnung tragen. Hier hilft ein strukturiertes Vorgehen und eine saubere Baustelle - etwa durch Unterlagen für die unterschiedlichen Materialien.

Fotoquelle: obs/Villeroy & Boch AG