Donnerstag, 26.08.2010 | Autor: mb

Schimmel wirksam bekämpfen

News: Schimmel in der Wohnung ist für Vermieter und Mieter gleichermaßen ein Ärgernis. Die Sporen gefährden die Gesundheit und sind ein sicheres Zeichen dafür, dass in den Räumen zu viel Feuchtigkeit besteht. Beseitigung ist Pflicht - und sollte von Fachbetrieben übernommen werden.

Schimmelpilze gedeihen am besten an feuchten Stellen. Viele Hausbesitzer und Vermieter entdecken Schimmelflecken in ihrer Wohnung und versuchen, sie loszuwerden. Besonders betroffen sind Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit: Badezimmer, Küche, Waschraum. Die Sporen vermehren sich aber auch hinter dem Wandschrank im Wohnzimmer, wenn zum Beispiel nicht regelmäßig oder ausreichend gelüftet wird.

Schimmel kann Gesundheit gefährden

Für die Bewohner können Schimmelsporen gefährlich werden. "Übersteigt die Schimmelpilzkonzentration ein gewisses Maß, kommt es nicht nur zu Materialschäden, die Sporen sind auch gesundheitsschädlich", warnt Michael Reichmann, Experte für Bauwesen bei TÜV Rheinland in einer Pressemitteilung zum Thema Schimmel im Haus. Der Schimmel könne Allergien, Kopfschmerzen und Asthma auslösen und müsse schnell und wirksam beseitigt werden, so der TÜV.

Schimmelbekämpfung durch Fachleute

Fachleute können bei Verdacht eine Raumluftprobe nehmen und die Schimmelkonzentration in der Luft messen. Zeigt das Ergebnis, dass eine Sanierung erfolgen muss, sollten Hausbesitzer und Vermieter ausschließlich Fachkräfte beauftragen, rät der TÜV. Dabei sollten die Schimmelflecken nicht nur optisch entfernt werden. Auch die Ursachen für die Schimmelbildung müssen geklärt und behoben werden.

Vermeiden von Schimmelbildung im Neubau

Im Neubau könnten Hausbesitzer Schimmelbildung vorbeugen, indem sie Kalziumsilikatplatten als Innendämmung verwenden, rät der TÜV. Sie nehmen die Feuchtigkeit gut auf und geben sie nur nach und nach wieder an die Raumluft ab. "So finden Schimmelpilze keine Nährböden", erklärt Reichmann.

Kommentare (1)

25.5.2016, 12:40 Uhr von Haushaltshilfe Profil ansehen
Und wie ist es beim Altbau? In dem Mehrfamilienhauses meines Mieters wurde vor etlichen Jahren eine geringe Außendämmung angebracht, die keine Probleme machte Der Dachboden ist relativ neu gedämmt worden. Seitdem die Leute dort oben unter dem Dach eingezogen sind, sind leichte Schimmelränder an der Decke in Küche und Bad; in der Nachbarwohnung ist nichts. Ein Sachverständiger meinte man soll dort Hygrometer bzw. künstliche Lüftungssysteme einbauen. Wer hat Erfahrungen damit?

 meineimmobilie.de-Tipp


Die Ursachen für Schimmel im Haus können vielfältig sein. Wenn Sie den Verdacht haben, dass die Feuchtigkeit durch Baumängel entstanden ist, sollten Sie einen Gutachter zu Rate ziehen.