Donnerstag, 13.06.2013 | Autor: Heidi Hecht, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Risiken bei Solaranlagen durch Hochwasser

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
Worum geht´s
  • Risiken bei überfluteten Solargeneratoren
  • Elektriker zu Rate ziehen
Stichworte zu diesem Thema

Wenn das Hochwasser sinkt, fangen die Ausräumarbeiten an. Doch Besitzer von Photovoltaik-Anlagen sollten vorsichtig sein. Denn solange Licht auf die Solarmodule fällt und sich der Wechselrichter sowie der Anschluss an das Stromnetz im Keller oder anderen überfluteten Hausbereichen befinden, besteht für Menschen das Risiko eines Stromschlages oder einer Knallgasexplosion.

Immobilienbesitzer mit Photovoltaik-Anlagen zur Erzeugung von Solarstrom sollten dringend einige wichtige Hinweise beachten, wenn ihr Haus vom Hochwasser betroffen ist, darauf weist der TÜV Rheinland in einer aktuellen Pressemitteilung hin.

Überfluteten Installationen der Solaranlage nicht nähern

Befinden sich Anschlusskasten und Wechselrichter der Solaranlage unter Wasser, nie den Anlagen nähern. Denn sie stehen automatisch unter Spannung, sobald Licht auf die Photovoltaik-Module fällt. „Einzige Ausnahme sind Anlagen, die über einen separaten Schalter stillgelegt werden können, der sich in der Nähe des Solargenerators im nicht überfluteten Bereich befindet“, so Willi Vaaßen, Experte von TÜV Rheinland. Zwar werde das Wechselstromnetz vom Energieunternehmen bei Flutkatastrophen abgestellt. Aber die Gleichspannungsleitungen und Anschlusspunkte zwischen den Photovoltaik-Modulen auf dem Dach des Hauses und dem Wechselrichter stehen bei Lichteinfall weiter unter Spannung.

Befindet sich der Wechselrichter in einem kleinen geschlossenen Kellerraum, der längere Zeit unter Wasser steht, sollten sich diesen Immobilienbesitzer ebenfalls nicht nähern. Denn an den Verbindungen der Solaranlagen können – abhängig von der Sonneneinstrahlung – Ströme zwischen Plus- und Minuspol durch das Wasser fließen. Dieser Strom ist in der Lage, elektrolytische Vorgänge auszulösen. Das heißt: Das Wasser wird in Wasser- und Sauerstoff gespalten. Willi Vaaßen: „Sammelt sich Wasserstoff in schlecht gelüfteten Räumen, steigt das Explosionsrisiko, sobald eine Zündquelle ins Spiel kommt. Deshalb bei den Aufräumarbeiten offenes Feuer vermeiden und die Räume sofort sehr gut lüften.“

Elektriker Solargeneratoren abklemmen lassen

Generell empfehlen die Fachleute von TÜV Rheinland, Häuser mit Solaranlagen, deren Solargeneratoren nicht oberhalb der Überflutung abzuschalten sind, durch einen ausgebildeten Elektriker in der Nähe des Generators abklemmen zu lassen. Beim Sinken der Flut und Beginn der Aufräumarbeiten sollten die Anlagen zunächst von ausgebildeten Elektrikern und Installateuren kontrolliert werden.

Kommentare (1)

20.6.2013, 21:30 Uhr von DerHelmut Profil ansehen
Der Artikel ist eig. sehr Interessant. Aber meiner Meinung nach wäre es wesentlich sinnvoller, (vor allem in Gefahrengebieten!) die ganze Elektro-Installation gleich unters Dach zu bauen! Die Verkabelung wäre einfacher und auch verlustfreier. Und bei einer Überschwemmung hätte man immer noch Strom zur Verfügung. Ganz zu schweigen von den beschriebenen Gefahren...
Erst der tagelange Regen und jetzt das Hochwasser: Die Flusspegel steigen unaufhörlich. Grimma, Passau, Dresden - um nur einige zu nennen. Jetzt zahlt sich eine gute Versicherung aus. Was unbedingt in Ihren Versicherungsunterlagen stehen sollte, lesen Sie hier.
Zugegeben: Beim Hochwasser denkt nicht jeder gleich an Mietminderung oder Vorbehaltszahlungen. Zunächst jedenfalls.   Dennoch: Ist der erste Schock erst einmal überwunden bzw. stellt sich die Wohnung als unbewohnbar heraus oder ist der Hausrat komplett weggeschwemmt und auch das Konto leer, will der eine oder andere Mieter eine Teil seiner Miete vom Vermieter zurück.   Wie es um die Mieter- und Vermieterrechte bestellt ist, hat jetzt der Deutsche Mieterbund in einer Pressemeldung klargestellt.
Während in einigen Teilen Deutschlands das Hochwasser zurückgeht, kämpfen noch Andere mit den Fluten. Doch wenn sich die Lange dann endlich überall entspannt, fangen die Aufräumarbeiten an. Hochwasserschäden an Immobilien sollten Eigentümer von Fachfirmen sanieren lassen.
  Verheerend sind die Schäden, die das jüngste Hochwasser vor allem in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen hinterlassen hat. Aber auch in anderen Bundesländern sind durch den andauernden Starkregen Keller vollgelaufen oder Wohnungen überschwemmt worden. Lässt sich der Fiskus an den Kosten für die Schäden beteiligen?      Ver               adlkanfdlknlkjdfsalkjlöasdkfölj Verheerend sind die Schäden, die das jüngste Hochwasser vor allem in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen hinterlassen hat. Aber auch in anderen Bundesländern sind durch den andauernden Starkregen Keller vollgelaufen oder Wohnungen überschwemmt worden. Lässt sich der Fiskus an den Kosten für die Schäden beteiligen?