Donnerstag, 10.03.2011 | Autor: mb, Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006

Mängel größtes Risiko für Bauherren

Foto: © Pitopia, Harald Richter, 2006
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News: Private Bauherren sehen in Mängeln das größte Risiko beim Hausbau. Das ist das Ergebnis einer Online-Befragung des Bauherren-Schutzbundes. Rund zwei Drittel der Befragten sehen auch in den Baukosten ein hohes Risiko. Sie fürchten, dass die Budgetgrenze überschritten werden könnte.

Die Furcht vor Baumängeln an der eigenen Immobilie treibt private Bauherren um. 91 Prozent der Teilnehmer einer Online-Befragung unter 300 Bau-Interessenten und privaten Bauherren sahen in Mängeln das größte Risiko für ihr Bauvorhaben. Auf dieses Ergebnis verweist der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) in einer Pressemitteilung.

Unterstützung bei Qualitätskontrolle

Demnach setzen fast ebenso viele Bauherren auf die Unterstützung und Beratung durch Verbände und unabhängige Sachverständige. Dadurch wollen sie sichergehen, dass die Qualität beim Hausbau stimmt und die Verträge von Seiten der Unternehmen eingehalten werden.

Kosten zweites großes Baurisiko

Als weiteres Baurisiko schätzten die Befragten die Kosten für die eigene Immobilie ein. Laut BSB befürchten 61 Prozent, dass die geplanten Baukosten unkontrollierbar überschritten werden könnten. Dieses Risiko sei jedoch in der Praxis nicht so hoch, berichtet der BSB. Nur rund zehn Prozent der Bauherren hätten tatsächlich mit einer deutlichen Budgetüberschreitung zu kämpfen. Deutlich häufiger sind Bauherren dagegen von Verzögerungen beim Bau betroffen. Jedes vierte Haus wird laut BSB nicht pünktlich fertiggestellt.

Baurisiken durch richtige Planung verringern

Wie hoch die tatsächlichen Baurisiken im Einzelfall sind, lasse sich durchaus von den Bauherren beeinflussen, so der BSB. "Sie sollten die Bau- und Leistungsbeschreibung prüfen lassen, Mehrkosten für Sonderwünsche sowie Gutschriften für Eigenleistungen in die Vertragsverhandlungen einfließen lassen. Alles, was Geld kostet und was planerische Konsequenzen hat, muss vor Vertragsabschluss geklärt sein. Auch Baubeginn, Bauzeit, Fertigstellungstermin und die Vertragsstrafe bei Bauzeitüberschreitung müssen im Vertrag verbindlich vereinbart werden", sagt Peter Mauel vom BSB. "Bauverträge sollten zudem vor Unterzeichnung gründlich geprüft werden. Das schafft Sicherheit für die private Bauinvestition."

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Um beim Hausbau den Überblick zu behalten, sollten Sie als Bauherr ein Bautagebuch führen. Dort tragen Sie Kontaktdaten von Baufirmen, Liefer- und Fertigstellungstermine sowie Kostenpunkte ein. So haben Sie die Kontrolle über vereinbarte Leistungen.