Montag, 04.05.2009 | Autor: mb

Handwerkerauktionen im Test

News: Einen neuen Estrich verlegen, den Garten umgraben oder einen Möbeltransport durchführen: Immer mehr Hauseigentümer vergeben solche Aufträge im Internet, denn bei Handwerkerauktionen lässt sich Geld sparen - fragt sich nur, um welchen Preis. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat sieben Handwerkerauktionsportale getestet.

Die Analye zeigt, dass Auftraggeber zwar alle Portale kostenfrei, doch nicht ganz ohne Risiko nutzen können: So bot laut Pressemitteilung von DISQ ein Drittel der Anbieter weder einen Treuhandservice noch die Verschlüsselung der Seiten beim Log-In Vorgang an. Nicht ein einziges Unternehmen prüfte die genutzten Passwörter auf ihre Sicherheit.

Keine Handwerkerauktion konnte ohne Abstriche überzeugen

Im Bereich Service konnte laut DISQ kein Anbieter ohne Abstriche überzeugen. Besonders in der Bearbeitung von E-Mail-Anfragen zeigte sich erheblicher Verbesserungsbedarf: Ein Viertel der E-Mails wurden nicht beantwortet, keine der Handwerkerauktionen reagierte auf alle Anfragen.

Größtes Manko: Die nur ausreichende Kommunikationsqualität. "Knapp 90 Prozent der Tester waren mit der Individualität der Antworten nicht oder nur teilweise zufrieden und nur jede 20. E-Mail wurde als freundlich eingestuft", kommentiert Markus Hamer, Geschäftsführer von DISQ. Keine Handwerkerauktion bot eine kostenfreie Telefonnummer an, zwei Portale konnten überhaupt nicht telefonisch erreicht werden.

Testsieger der Handwerkerauktionsportale

Das Portal blauarbeit.de wurde Gesamtsieger der Studie und bot nicht nur den besten Service, sondern überzeugte auch durch das zweitbeste Leistungsangebot im Test. MyHammer hatte das beste Angebot und erzielte insgesamt den zweiten Platz im Test. Dritter wurde Undertool mit dem zweitbesten Service.

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 meineimmobilie.de-Tipp


Begreifen Sie als Hauseigentümer die Handwerkerauktionen als interessante Möglichkeit, Preise von Handwerkern einzuholen und zu vergleichen. Gerade bei größeren Modernisierungs- und Baumaßnahmen sollten Sie aber besser auf die klassische Ausschreibung von Leistungen setzen, bei denen Sie eine gewisse Anzahl von Handwerkern auf Grundlage eines Leistungsverzeichnisses um eine Angebotsabgabe bitten. Beachten Sie auch unbedingt: Nicht alleine der Preis ist entscheidend.