Montag, 03.08.2009 | Autor: Jörg Stroisch

Die optimale Fassadendämmung

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Eine luftdichte und hoch gedämmte Fassade reduziert den Energiebedarf im ganzen Haus nachhaltig. Im Sommer bleibt es kühler und im Winter wärmer. Tipps zur Modernisierung der Haus-Fassade.

Da es bei einer Fassade keinen Sinn macht, nur Teile zu sanieren, gilt: Entweder ganz oder gar nicht. Vor diesem Hintergrund sollten Hausbesitzer vor einem geplanten Anstrich oder größeren Rissausbesserungen überlegen, gleich die Wärmedämmung zu erneuern. Dabei gibt es drei unterschiedliche und bewährte Systeme:

  • Innendämmung,
  • Aufgesetzte Außendämmung,
  • Hinterlüftete Außendämmung.

Innendämmung der Fassade

Wie der Name schon vermuten lässt, wird die Innendämmung an den Innenseiten der Außenwände angebracht. Ein großer Nachteil ist, dass das Mauerwerk selbst kalt bleibt und darunter liegende Leitungen auch weiterhin dem Frost ausgesetzt sind. Um den gemäß EnEV zulässigen maximalen U-Wert von 0,45 für die Dämmung einzuhalten, bieten sich unterschiedliche Dämmmaterialien an.

Außendämmung der Fassade

Besser als eine Innendämmung sind in jedem Fall die verschiedenen Verfahren der Außenfassadendämmung. Hier darf die Dämmung sogar einen U-Wert von 0,35 nicht überschreiten. Sie hat zudem den entscheidenden Vorteil, dass so auch das Mauerwerk warm gehalten wird, wodurch auch die Bausubstanz und die innen liegenden Rohre geschont werden. Im Sommer wiederum hält die Dämmung die Wohnung angenehm kühl.

Bei der aufgesetzten Außendämmung der Fassade wird das Dämmmaterial direkt an der Außenmauer angebracht. Über einer Armierungsschicht mit Kunststoffgewebe wird die Wand dann verputzt.

Die hinterlüftete Fassade hingegen arbeitet mit einem Aluminiumprofil oder Holzriegelsystem, auf dem die abgesetzte Fassade in unterschiedlichsten Ausführungsformen angebracht ist. Denkbar sind zum Beispiel Holz- oder Kunststoffprofilbretter oder Schifferplatten. Zwischen dem an der Hauswand angebrachten Dämmmaterial und der Fassade zirkuliert Luft. So kann Feuchtigkeit aus den Hauswänden heraus abtransportiert werden.

Die richtigen Fenster wählen

Für die Wärmedämmung eines Hauses spielen auch die Fenster eine große Rolle. So macht es bei einer modernisierten Fassade auch keinen Sinn, diese mit alten Fenstern zu kombinieren. Bei den Fenstern darf heute der U-Wert von 1,7 nicht überschritten werden. Die handelsüblichen Produkte weisen aber in der Regel deutlich geringere U-Werte auf.

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Foto: Sebastian Fery / Haufe
Foto: Sebastian Fery / Haufe

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Jörg Stroisch arbeitet als selbstständiger und freier Journalist. Seine Themenschwerpunkte sind informative Ratgeberartikel rund um die privaten Finanzen, insbesondere über die Themengebiete Immobilien, Vorsorge ...
Jörg Stroisch

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Damit der optimale Dämmeffekt erzielt wird, muss die Wärmedämmung Ihr Haus möglichst optimal abdichten. Bei Kältebrücken durch unsachgemäße Ausführung entstehen leicht Schimmelherde in der Wohnung. Wichtig dabei: Diese Luftdichte der Fassade stellt auch höhere Anforderungen an die Bewohner: Sie sollten gut und regelmäßig die Zimmer durchlüften. Denn die ansteigende Luftfeuchtigkeit durch Körperausdünstungen und Wasserdampfbildung in Küche und Bad kann nicht mehr durch die Wände ausgeglichen werden.