Dienstag, 07.04.2009 | Autor: heihec/mb

Als Bauherr richtig versichern

News: Ob ein Unfall auf der Baustelle oder eine Beschädigung durch Fremde - ohne Versicherung haftet der Bauherr für jeden Schaden. Doch mit einer richtigen Versicherung erspart man sich manche Aufregung.

Kein Eigenheimbau ohne Ärger! Das wissen alle Bauherrn. Gerade deshalb sollte auf eine Versicherung nicht verzichtet werden. Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten (BdV): "Verschiedene Versicherungsmöglichkeiten für die Baufamilie, aber auch für die bauausführenden Unternehmen ermöglichen umfassenden Schutz vor unangenehmen Ereignissen."

"Betreten verboten" reicht nicht

Mit dem Grundstückskauf sollte eine richtige Haftpflichtversicherung abgeschlossen sein, denn der Bauherr haftet für jeden Schaden, der von seinem Land ausgeht. Da bewahrt auch das bekannte Schild "Betreten verboten" nicht vor Schadensersatzansprüchen. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung leistet Schadensersatz oder wehrt unberechtigte Ansprüche ab.

Hausbau mit Verwandten, Freunden und Bekannten

Viele Baufamilien werden von Verwandten, Freunden und Bekannten beim Hausbau unterstützt. Doch nur wenigen Bauherrn wissen, dass die Helfer bei der Bau-Berufsgenossenschaft versichert werden müssen. Zwar sind die Helfer geschützt, wenn sie der Bauherr nicht meldet. Aber sollte es zu einem Unfall kommen, muss der Bauherr mit einem Bußgeld rechnen.

Bauleistungsversicherung für Bauherrn

Für Schäden, die durch unvorhersehbare Ereignisse entstehen können, kommt die Bauleistungsversicherung auf. Versichert sind etwa Beschädigungen durch Fremde sowie Diebstahl von fest mit dem Gebäude verbundenen Teilen. Konstruktions- und Materialfehler fallen ebenso unter den Versicherungsschutz wie Unachtsamkeitsschäden durch die Bauarbeiter. Lilo Blunck: "Der Bauherr sollte das Unternehmen auffordern, sich an der Versicherungsprämie zu beteiligen. Das dürfte meistens gelingen, weil die Baufirma sich so selbst gegen Schadensersatzansprüche schützen kann."

Wichtig für den Bauherrn

Vor Auftragsvergabe sollten Bauherrn sich vom Baupartner bestätigen lassen, dass er über eine Baufertigstellungsversicherung verfügt. Sie tritt ein, falls das Bauunternehmen Insolvenz anmelden muss. Diese Versicherung ist ein Beleg, dass die Firma solide ist. Denn der Abschluss der Versicherung setzt eine Bonitätsprüfung voraus. Überflüssig ist die Versicherung, falls das Bauunternehmen eine Fertigstellungsbürgschaft der Bank vorweisen kann.

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